Mitglied der Sicherheitskräfte bei Protesten im Iran getötet
Irans oberster Führer hat erstmals auf die politischen Unruhen der vergangenen Woche reagiert und strenge Maßnahmen gegen "Unruhestifter" gefordert. Ajatollah Ali Khamenei sagte im Staatsfernsehen, dies sei eine Verschwörung der in- und ausländischen Feinde Irans und müsse konsequent unterbunden werden.
Im Iran gibt es seit knapp einer Woche Proteste gegen die hohen Lebenshaltungskosten und die schlechte Wirtschaftslage, die sich inzwischen zu Demonstrationen mit politischen Forderungen ausgeweitet haben. Zunächst demonstrierten vor allem Händler in Teheran, danach schlossen sich auch zahlreiche Studierende der Protestbewegung an. Inzwischen waren oder sind mindestens 25 verschiedene Städte betroffen, viele im Westen oder Südwesten des Landes.
Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen in mehreren Städten wurden offiziellen Angaben zufolge in den vergangenen Tagen mindestens acht Menschen getötet, darunter Mitglieder der Sicherheitskräfte.
Zusammenfassung
- Bei einer Demonstration in der westiranischen Stadt Harsin wurde ein Mitglied der paramilitärischen Basij-Miliz getötet, wie die Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf die Revolutionsgarden berichtet.
- Seit knapp einer Woche gibt es im Iran Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten und schlechte Wirtschaftslage, die sich inzwischen auf mindestens 25 Städte ausgeweitet haben.
- Offiziellen Angaben zufolge wurden in den vergangenen Tagen mindestens acht Menschen bei gewaltsamen Auseinandersetzungen getötet, darunter auch Mitglieder der Sicherheitskräfte.
