Karner: Russen teils nicht mehr kampffähig, Sieg der Ukraine realistisch

16. Mai 2022 · Lesedauer 2 min

Im russischen Hinterland würde verdeckt eine Teilmobilmachung stattfinden, erklärt Militärexperte Gerald Karner. Doch ein Drittel der russischen Truppen soll gefallen sein, Waffenfabriken stehen wegen Nachschubproblemen still. Der Sieg der Ukraine liege im Bereich des Möglichen.

Mehr als ein Drittel der russischen Kräfte sollen gefallen bzw. das Material vernichtet worden sein, so Militärexperte Gerald Karner. Das hieße, dass örtlich noch weit mehr vernichtet wurde, weil ein Drittel auf das Gesamtpotential gerechnet werde. Die betroffenen Einheiten "sind nicht mehr kampffähig". Diese müssten ersetzt, oder die militärischen Ziele abgeändert werden.

Verdeckte Mobilmachung

Im russischen Hinterland soll jedoch "eine verdeckte Teilmobilmachung" vor sich gehen. Spezialisten mit militärischer Erfahrung in der Altersgruppe um die 30 und 40 sollen einen Einberufungsbefehl bekommen haben.

Einkesselung endgültig gescheitert

Im Donbass gelängten den russischen Truppen laut westlichen Nachrichtendiensten nur "kleine Geländegewinne", die Einkesselung der ukrainischen Truppen scheint "endgültig gescheitert zu sein". Den Ukrainern sei es scheinbar gelungen im Raum Charkiw bis an die russische Grenze vorzudringen, die Russen seien über die Grenze zurückgedrängt worden.

Ukraine-Sieg realistisch und möglich

Das einzige produktive Panzer-Werk Russlands hätte wegen Materialmangels bereits die Produktion einstellen müssen. Panzer könnten kaum mehr ersetzt werden. Ähnliches gelte für andere Waffensysteme, während Verluste auf ukrainischer Seite durch den Westen ersetzt werden. Eine Vertreibung der Russen aus der Ukraine sei eine "durchaus denkbare Option".

Es sei allerdings "durchaus realistisch und möglich", dass die Ukraine diesen Krieg gewinnen könne.

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam