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Pence sieht "Parteilichkeit" bei Trump-Razzia

09. Aug. 2022 · Lesedauer 2 min

Der frühere US-Vizepräsident Mike Pence hat sich "zutiefst besorgt" über die FBI-Durchsuchung des Anwesens Mar-a-Lago von Ex-Präsident Donald Trump in Florida gezeigt.

Die Durchsuchung habe einen Beigeschmack von "Parteilichkeit" des Justizministeriums, schrieb Pence am Dienstag auf dem Onlinedienst Twitter. Trumps Anwesen in Palm Beach war am Montagabend (Ortszeit) von der US-Bundespolizei FBI durchsucht worden.

Kein früherer Präsident sei jemals in der US-Geschichte Ziel einer Razzia in seinem Privathaus geworden, schrieb Pence auf Twitter. Er teile die "tiefe Besorgnis von Millionen Amerikanern über die beispiellose Durchsuchung des privaten Anwesens von Präsident Trump". Die Aktion untergrabe das Vertrauen der Öffentlichkeit in das Justizsystem. Justizminister Merrick Garland müsse der Bevölkerung unverzüglich Rechenschaft darüber ablegen, warum diese Maßnahme ergriffen wurde, forderte Pence.

Keine Details zur Hausdurchsuchung 

Das FBI hatte es am Montag abgelehnt, einen Grund für die Durchsuchung von Trumps Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach anzugeben. Medienberichten zufolge könnte sie mit Dokumenten zusammenhängen, die Trump nach Ende seiner Präsidentschaft im Jänner 2021 vom Weißen Haus nach Mar-a-Lago mitgenommen hatte, obwohl er alle Dokumente dem Nationalarchiv hätte übergeben müssen.

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Pence auf Distanz 

Der frühere US-Vizepräsident Mike Pence war zuletzt immer mehr auf Distanz zu Trump gegangen - insbesondere nach der Erstürmung des US-Kapitols durch Trump-Anhänger am 6. Jänner 2021. Pence werden zudem Ambitionen auf eine Präsidentschaftskandidatur 2024 nachgesagt.

Quelle: Agenturen / Redaktion / foj