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Migration: Rekordzahl von Ankünften auf Lampedusa

28. Aug. 2022 · Lesedauer 2 min

Die süditalienische Insel Lampedusa zwischen Sizilien und Tunesien ist erneut mit einer starken Migrationsbewegung konfrontiert.

Innerhalb von 24 Stunden erreichten seit Samstag 46 Boote mit insgesamt 1.000 Menschen an Bord die Insel, wie die Behörden mitteilten. Noch nie hatten an einem Tag so viele Migrantenboote Lampedusa erreicht. Die Flüchtlinge, großteils aus Tunesien. wurden im Hotspot der Insel untergebracht, in dem es Platz für maximal 250 Menschen gibt.

Migrant:innen aus Seenot gerettet

Rund 340 Migranten trafen auf der Insel Pantelleria zwischen Sizilien und Tunesien ein. Die private Hilfsorganisation SOS Mediterranee hatte zuvor im Mittelmeer weitere Bootsmigrant:innen aus Seenot gerettet. Die Crew der "Ocean Viking" habe damit 466 gerettete Menschen an Bord, teilte die NGO per Twitter mit.

Ankommende auch aus Bangladesch

Im sizilianischen Hafen von Messina traf am Samstag das spanische Rettungsschiff "Open Arms Uno" mit 99 Menschen - darunter einige Minderjährige - an Bord, die in den vergangenen Tagen vor der sizilianischen Küste gerettet worden waren, ein. Die meisten Migrant:innen stammen aus Ägypten, Bangladesch, dem Sudan, Nigeria, Marokko, Pakistan, Syrien und dem Tschad, teilten die italienischen Behörden mit.

Unterwegs ist derzeit auch die "Geo Barents" von Ärzte ohne Grenzen, die nach drei verschiedenen Einsätzen 97 Menschen an Bord genommen hat, darunter 26 Minderjährige, wie die NGO per Twitter mitteilte. Im zentralen Mittelmeerraum ist auch die neu in See gestochene "Humanity 1" der deutschen Organisation SOS Humanity im Einsatz.

Von Libyen in die EU

92 Migranten trafen am Samstag außerdem an Bord eines Segelbootes in der süditalienischen Region Apulien ein. Auch in der Region Kalabrien landeten seit Freitag über 200 Migranten. Die Menschen legen meist von den Küsten Nordafrikas ab, etwa aus dem Bürgerkriegsland Libyen oder aus Tunesien, um über das Mittelmeer in die EU zu gelangen. Oft werden sie bei den gefährlichen Überfahrten über das Mittelmeer von privaten Hilfsorganisationen aus Seenot gerettet.

Quelle: Agenturen / Redaktion / msp