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Migranten in LKW in Griechenland entdeckt

19. Juli 2020 · Lesedauer 2 min

Die griechischen Sicherheitskräfte haben am Wochenende 28 Migranten daran gehindert, auf Fähren oder Segelbooten von Griechenland nach Italien zu gelangen. Zudem wurde eine Schlepperbande ausgehoben, die systematisch Migranten auf der Route Griechenland-Italien nach Westeuropa gebracht haben soll.

Fünf Migranten entdeckte die Küstenwache im Hafen von Igoumenitsa. Sie hatten sich in einem Lastwagen versteckt, der mit einer Fähre nach Italien gebracht werden sollte, wie die Küstenwache am Sonntag mitteilte. Am Vortag waren nach Angaben der Polizei sechs mutmaßliche Mitglieder einer Schlepperbande und 23 Migranten festgenommen worden.

Die Schlepper waren demnach aufgefallen, weil sie Segelboote im Westen Griechenlands gekauft und sie nach Korfu gebracht hatten. Andere Mitglieder der Bande brachten Migranten aus Athen nach Korfu. Danach wurden die Migranten nachts auf einem der Segelboote nach Italien gebracht. Die Überfahrt habe 5.500 Euro pro Kopf gekostet, teilte die Polizei mit.

Die westgriechischen Häfen von Patras und Igoumenitsa sind Drehscheiben der illegalen Migration auf der Route von der Türkei über Griechenland nach Italien. Von dort laufen täglich mehrere Fähren zu den italienischen Häfen Brindisi, Bari, Ancona, Venedig und Triest aus. In Griechenland harren zurzeit gut 100.000 Flüchtlinge und andere Migranten aus. Viele suchen nach einer Chance, Richtung Nord- und Mitteleuropa zu gelangen.

Quelle: Agenturen