Mehr als halbe Milliarde Euro aus EU-Finanzen missbraucht

08. Juni 2022 · Lesedauer 1 min

In der EU sind nach einem Bericht der Anti-Betrugs-Behörde OLAF vergangenes Jahr Fördermittel von mehr als einer halben Milliarde Euro missbraucht oder zweckentfremdet worden.

Die Gesamtsumme bezifferte die Behörde am Mittwoch in ihrem Jahresbericht auf mehr als 527 Millionen Euro - rund 234 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor. Die Behörde mit Sitz in Brüssel hat die Aufgabe, Betrug mit EU-Finanzen aufzudecken.

Die Ermittler untersuchen dabei auch die Arbeit innerhalb der europäischen Behörden. Im vergangenen Jahr wurden unter anderem Fälle in Verbindung mit EU-Mitteln für Klimaschutz und Digitalisierung aufgedeckt. Der Bericht enthält auch Beispiele für Betrugsversuche bei der Finanzierung von Softwareprojekten, Alternativen zu Pestiziden oder umweltfreundlicheren Flugzeugen.

Wie schon im Jahr zuvor versuchten Betrüger, von der Corona-Pandemie zu profitieren. Dem Bericht zufolge wurden nationalen Behörden gefälschte Angebote mit Impfstoff im Wert von mehr als 16 Milliarden Euro gemacht. Die Aufdeckung des Schmuggels von illegalen Tabakwaren habe den EU-Ländern rund 90 Millionen Euro eingebracht, hieß es weiter.

Quelle: Agenturen