Medientage: Statements gegen Hass, Gewalt, Rassismus

23. Sept 2020 · Lesedauer 2 min

ProSiebenSat1Puls4-Chef Markus Breitenecker überließ seine Redezeit bei den Medientagen am Mittwoch Statements von Verena Schneider, Alexandra Wachter, Walid Gorgy und Arabella Kiesbauer, in denen sich diese mit Sexismus, Hass, Gewalt und Rassismus auseinandersetzten.

Eigentlich standen bei den Medientagen am Mittwoch "Reflexionen eines Medienmachers" in Person von ProSiebenSat1Puls4-Chef Markus Breitenecker auf dem offiziellen Programm. Doch er überließ seine 15 Minuten auf dem Podium vier besonderen Persönlichkeiten die Bühne: Verena Schneider, Gorgy Wallid, Alexandra Wachter und Arabella Kiesbauer. Sie schilderten sehr persönliche Erfahrungen mit Sexismus, Hass, Gewalt und Rassismus.

Wettermoderatorin Verena Schneider zitierte aus den sozialen Medien. Postings und Nachrichten mit Beleidigungen über ihr Gewicht und ihr Aussehen etwa, aber auch Androhung sexueller Gewalt.  Sie appeliert: "Augen aufhalten und helfen" Die Medien hätten es "in der Hand, alle Facetten von Menschen darzustellen und nicht nur einen Typus".

Reporter Gorgy Wallid musste aus dem Irak flüchten, da er dort als Reporter die Wahrheit über Schüsse auf friedliche Demonstranten berichtete. Ihm drohten Inhaftierung oder schlimmere Konsequenzen.

Politikjournalistin Alexandra Wachter zitierte die anonyme Schilderung einer Journalistin über Gewalt in ihrer Beziehung. Sie selbst habe sich auch aus einer gewalttätigen Beziehung befreit.

Moderatorin Arabella Kiesbauer erinnerte an Drohungen und Beleidungen sowie an die an sie adressierte Briefbombe des Rechtsextremen Franz Fuchs. Anhand eines Geburtstagsfest ihres Kindes schilderte sie zudem, wie schön Vielfalt in der Sprache und Herkunft von Menschen sei. Diese Erfahrung sei für sie prägend gewesen.

Quelle: Redaktion / hos