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Mädchenschule im Iran während US-Angriffen getroffen

Heute, 06:42 · Lesedauer 2 min

Die Bombardierung einer Mädchenschule im Iran am ersten Kriegstag ist einem US-Bericht zufolge während US-Angriffen auf eine nahe gelegene Militäranlage erfolgt. Eine Auswertung der "New York Times" von Satellitenbildern, verifizierten Videos und Beiträgen in den sozialen Medien habe ergeben, dass das Schulgebäude durch einen präzisen Schlag schwer beschädigt worden sei, der zeitgleich mit Angriffen auf einen angrenzenden Marinestützpunkt stattgefunden habe.

Dieser werde von Irans Revolutionsgarden betrieben. Offizielle Erklärungen, wonach US-Streitkräfte Marineziele nahe der Straße von Hormuz angegriffen haben, wo sich der Stützpunkt befindet, "legen nahe, dass sie den Angriff höchstwahrscheinlich ausgeführt haben", heißt es in der Analyse. Die "New York Times" legt sich in ihrem Bericht jedoch nicht fest, dass der Angriff tatsächlich von US-Streitkräften ausgeführt wurde. Die Regierung habe den Angriff weder dementiert noch bestätigt, hieß es weiter.

Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben Samstagfrüh mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt. Sie wollten die Berichte ebenso wie die Amerikaner prüfen. Das UN-Menschenrechtsbüro hatte am Dienstag eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln.

Zusammenfassung
  • Bei einem Angriff am Samstagfrüh auf eine Mädchenschule in Minab im Süden Irans wurden laut iranischen Angaben mindestens 168 Schülerinnen zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen und 4 Eltern getötet.
  • Das UN-Menschenrechtsbüro fordert eine umfassende Untersuchung des Vorfalls, da es sich laut einer Sprecherin um ein mögliches Kriegsverbrechen handeln könnte.