Maduro zeigt sich offen für Gespräche mit den USA
Auf einen US-Angriff auf eine Hafenanlage angesprochen, der laut US-Präsident Donald Trump auf venezolanische Drogenboote abzielte, antwortete Maduro ausweichend. "Das könnte etwas sein, worüber wir in ein paar Tagen sprechen", sagte Maduro auf die Frage, ob er den Angriff bestätige oder dementiere. Es wäre der erste bekannte US-Angriff an Land gegen den Drogenhandel.
Maduro wird derzeit von Trump militärisch unter Druck gesetzt. Seit September greift die US-Armee immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Ostpazifik an. Dabei wurden bereits mehr als 100 Menschen getötet. Die USA brachten zudem Kriegsschiffe vor der venezolanischen Küste in Stellung.
Trump beschuldigt den linksnationalistischen Maduro, Drogenbanden zu kontrollieren und gezielt gegen die USA einzusetzen. Maduro wirft Trump vor, ihn stürzen zu wollen.
Zusammenfassung
- Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat sich am Donnerstag im Staatsfernsehen offen für Gespräche mit den USA über Drogenhandel, Öl und Migration gezeigt und betonte, diese könnten 'wo immer sie wollen und wann immer sie wollen' stattfinden.
- Seit September greifen US-Streitkräfte wiederholt Boote mutmaßlicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Ostpazifik an, wobei bereits mehr als 100 Menschen getötet wurden, und haben zudem Kriegsschiffe vor der venezolanischen Küste stationiert.
- Ein möglicher US-Angriff auf eine venezolanische Hafenanlage, der laut Donald Trump auf Drogenboote abzielte, wurde von Maduro weder bestätigt noch dementiert, während sich beide Präsidenten gegenseitig schwere Vorwürfe machen.
