Macron mahnt nach Tod eines Rechtsaktivisten zur Ruhe
Die Polizei befürchtet, dass es bei den Kundgebungen am Samstag zu Gewalt und Zusammenstößen zwischen verfeindeten extremistischen Gruppen kommen könnte. Der Fall vertieft die Gräben zwischen den politischen Lagern.
Die Polizei hat Ermittlungen wegen mutmaßlichen Mordes eingeleitet und mehrere Verdächtige festgenommen. Unter ihnen befindet sich laut der Staatsanwaltschaft Lyon ein Mitarbeiter eines Abgeordneten der Linkspartei La France Insoumise (LFI). Die Opposition nutzt den Vorfall im Vorfeld der Kommunalwahlen im kommenden Monat und der Präsidentschaftswahl im nächsten Jahr für gegenseitige Vorwürfe. So warf der Vorsitzende des rechtsnationalen Rassemblement National (RN), Jordan Bardella, LFI-Chef Jean-Luc Mélenchon vor, mutmaßlichen Mördern die Türen zum Parlament geöffnet zu haben.
Zusammenfassung
- Nach dem Tod des 23-jährigen rechtsextremen Aktivisten Quentin Deranque ruft Präsident Emmanuel Macron vor geplanten landesweiten Kundgebungen zur Ruhe auf.
- Die Polizei hat wegen des Vorfalls, der vor einer Woche in Lyon stattfand und landesweit für Entsetzen sorgte, Ermittlungen wegen mutmaßlichen Mordes eingeleitet und mehrere Verdächtige festgenommen.
- Der Fall vertieft die politischen Gräben, da die Opposition im Vorfeld der anstehenden Kommunal- und Präsidentschaftswahlen gegenseitige Vorwürfe erhebt, unter anderem gegen die Linkspartei La France Insoumise.
