Sustala zu Teuerung: Hunderte Millionen werden aus Fenster geworfen

25. Apr. 2022 · Lesedauer 1 min

Ökonom Lukas Sustala, Direktor des NEOS Lab, kritisiert, dass, statt zielgenau, bei der Teuerungswelle mit der Gießkanne vorgegangen wird. Wer stärker betroffen ist, sollte auch entlastet werden.

Es sei schon lange klar, so der Ökonom im PULS 24 Interview, dass Österreich vergleichsweise hart von der Teuerungswelle betroffen sein wird, weil unser Steuersystem nicht darauf ausgerichtet sei, und viel Energie importiert werde. Sustala rechnet damit, dass die Erzeugerpreise weiter anziehen und das in Folge auch die Endprodukte noch teurer mache. 

Die Folge werde sein, dass die Kaufkraft massiv eingeschränkt sein wird, und der positive Effekte der Steuerreform verpuffen werde. Lösungsvorschläge, die jetzt kämen, seien aber nicht sozial treffend.

Überlegen, wen man unterstützt

Der Direktor des NEOS-Lab kritisiert zum Beispiel den Vorschlag, die Mehrwertsteuer bei Lebensmittel auf null zu setzen und das unabhängig vom Einkommen. "Hunderte Millionen an Entlastung werden aus dem Fenster geworfen, ohne dass man sich wirklich überlegt, was unterstützt man da eigentlich wirklich." Stattdessen solle entlastet werden, wer stärker betroffen sei. 

Sustala fordert unter anderem eine Abschaffung der Kalten Progression, und eine wirkliche Steuerreform, um die Kaufkraft zu stärken. 

 

Korosec zu Inflation: "Handlung ist angesagt"

Ingrid Korosec, Bundesvorsitzende des ÖVP-Seniorenbundes, erinnert vor der Teuerungs-Diskussion mit der Bundesregierung und den Sozialpartnern im Zuge der Preiskommission, dass sich Österreich bereits in einer "starken Inflation" befindet.

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam