Lockdown-Ende im Burgenland: Polizei kontrolliert Einkaufszentren

19. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Einkaufen, zum Friseur und in die Schule - das Burgenland beendet am Montag den Corona-Lockdown während in Wien und dem Niederösterreich alles zu bleibt.

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) hat den Öffnungsschritt nach der Osterruhe vergangenen Mittwoch verkündet, zwei Tage nachdem sich Wien und Niederösterreich für eine Lockdown-Verlängerung bis 2. Mai entschieden haben.

Polizei kontrolliert Shopping-Touristen vor Einkaufszentren

Neben dem Handel, den Bildungseinrichtungen und den körpernahen Dienstleistern ist im Burgenland ab Montag auch der Museums- und Bücherei-Besuch wieder gestattet. Anders als im benachbarten Niederösterreich oder der Bundeshauptstadt ist es im Burgenland auch wieder möglich, shoppen zu gehen. Ob sich unter die Einkäufer beispielsweise auch Niederösterreicher mischen, das wird die Polizei rund um Einkaufszentren verstärkt kontrollieren. Dann gilt es für die Angehaltenen, glaubhaft zu machen, dass sie berechtigt unterwegs sind - also etwa nur auf dem Weg zum Lebensmittelgeschäft.

Doskozil gab außerdem das Ziel aus, dass wöchentlich 300.000 Tests gemacht werden. Neben beaufsichtigten Selbsttests in Betrieben, den Nasenbohr-Tests in den Schulen und den freiwilligen Lollipop-Tests für die Kleinsten gibt es in Parndorf und Neusiedl am See eine Testregion, in der der Öffnungsschritt wissenschaftlich begleitet wird.

Rendi-Wagner und Ludwig kritisieren Öffnung

Harsche Kritik an den Öffnungsschritten kam aus der eigenen Partei. Parteichefin Pamela Rendi-Wagner  hat auf die hohe Auslastung der Intensivstationen im Burgenland hingewiesen. "Die Zahlen in den Intensivstationen im Burgenland sind sehr, sehr hoch, sind die höchsten überhaupt - historische Höchststände im Burgenland. Und eine Frage wird nur er zu beantworten haben: Kann er allen Burgenländerinnen und Burgenländern in den nächsten Wochen und Monaten eine sichere intensivmedizinische Versorgung, wenn sie es benötigen, auch garantieren?"

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig wirft Doskozil vor, eine Entscheidung getroffen zu haben, die über sein Bundesland hinausgehe. In den Wiener Spitälern werden auch Patienten aus dem Burgenland betreut. Man habe, so Ludwig, eine Gesamtverantwortung für Patienten der gesamten Ostregion. "Von daher sehen wir es als wichtig, dass Bundesländer solidarisch miteinander tätig sind."

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam