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Gewessler: "Das ist Gas für Österreich"

15. Juli 2022 · Lesedauer 2 min

Energieministerin Leonore Gewessler (Die Grünen) spricht im Ö1-Morgenjournal über die neugewonnen Gaskapazitäten, die sich die OMV sichern konnte und ob dieses Gas in Österreich bleiben wird.

"Das sind Mengen, die jetzt nach Österreich transportiert werden können und das ist also Gas für Österreich", sagt Energieministerin Leonore Gewessler  im  Ö1-Morgenjournal -Interview und erklärt, dass über die neu gewonnen Pipeline-Kapazitäten der OMV das Gas aus Norwegen nach Österreich kommt. 

Nach Gesprächen mit dem deutschen Wirtschaftsminister Robert Habeck in Wien, wo eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit beschlossen wurde, stellte sich die Frage, ob das zusätzliches Gas mit dem Nachbarland oder gar anderen EU-Ländern geteilt werden muss: "Wir haben im Gasdiversifizierungsgesetz festgelegt: Wir fördern Gas, das in Österreich verbraucht, in Österreich gespeichert wird, weil es wichtig ist, dass wir zur Versorgungssicherheit in Österreich einen großen Schritt machen". 

Die Ministerin geht zudem davon aus, dass die OMV sich die Mehrkosten für die zusätzliche Transportkapazität vom Staat zurückholen wird. Laut Gasdiversifizierungsgesetz wurden hierfür 100 Millionen Euro pro Jahr vorgesehen. 

Zusätzliche Pipeline-Kapazität

Wie die OMV gestern mitteilte, habe man sich für das kommende Gas-Jahr - 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023 - zusätzliche europäische Transportkapazitäten nach Österreich im Ausmaß von 40 Terawattstunden gesichert. Dass die zusätzliche Kapazität jetzt erst zur Verfügung steht, erklärte Gewessler im Ö1-Interview einerseits damit, dass die Pipeline-Kapazitäten jetzt neu auktioniert wurden - andererseits damit, dass der Staat die Mehrkosten für den Transport von nicht-russischem Gas übernimmt.

Die zusätzlichen Mengen an Gas, die nach Österreich gebracht werden können, würden die Abhängigkeit von Russland reduzieren; Erdgas bleibe aber ein knappes und teures Gut, betonte die Ministerin. Gassparen bleibe somit ein Thema. In dem Kontext befürwortete Gewessler auch Notfallpläne der EU-Kommission, die unter anderem vorsehen, in öffentlichen Gebäuden eine Temperatur-Obergrenze von 19 Grad einzuführen, um somit weniger Gas zu verbrauchen. Gleichzeitig erwartet die Ministerin von der Kommission mehr Tempo beim gemeinsamen Einkauf von Gas.

Quelle: Agenturen / Redaktion / poz