Lehrergewerkschafter Grünbichler: 14-tägiges Homeschooling epidemiologisch notwendig

22. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Für ein befristetes Distance Learning spricht sich der stv. Vorsitzender der Lehrergewerkschaft BMHS Hannes Grünbichler aus. Diese Maßnahme sei epidemiologisch notwendig. Hybridunterricht hingegen sei in der derzeitigen Lage nicht machbar, erklärt er im PULS 24 Interview.

Es sei "zu befürworten, dass Schüler die Möglichkeit haben Zuhause zu bleiben", sagt Hannes Grünbichler, stv. Vorsitzender der Lehrergewerkschaft BMHS. Auch wenn es eine "pädagogische Notwendigkeit" sei, die Schüler in die Schule zu holen, so sei das Distance Learning "epidemiologisch notwendig", meint Grünbichler im PULS 24 Interview.

Aufgrund der hohen Infektionszahlen komme man "nicht um das Distance Learning herum". Dabei spricht sich der Lehrervertreter klar für ein befristetes Homeschooling aus. Vierzehn Tage seien "vernünftig, um die Infektionskette zu unterbrechen", sagt Grünbichler im Gespräch mit Anchorwoman Bianca Ambros.

"Für uns herrscht normaler Unterricht", schildert der stv. Vorsitzende der Lehrergewerkschaft BMHS. Das bedeutet, dass die Lehrer derzeit den Unterricht in Präsenzform vorbereiten. Für Kinder, die Zuhause bleiben, gäbe es Übungszettel.

Auch Schulsprecher Mati Randow plädiert im PULS 24 Interview für zweiwöchigen Heimunterricht. Aktuell seien die Schulen jedenfalls nicht sicher.

 

Mati Randow, Schulsprecher des GRG6 Rahlgasse, über die mangelnden Sicherheitskonzepte an Schulen.

"Können uns nicht leisten Hybridunterricht anzubieten"

"Wir können es uns nicht leisten Hybridunterricht anzubieten. Das ist so nicht möglich", betont Grünbichler. Die Notwendigkeit für Distance Learnig sei prinzipiell alters- und ortsabhängig. "Oberstufen bräuchten keine Betreuung", sagt der Lehrervertreter, für Jüngere sei diese wiederum notwendig. Auch in Ortschaften mit geringem Infektionsgeschehen seien die Lehrer froh, dass "der Schulbetrieb weiter geht".

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea