APA - Austria Presse Agentur

Sachslehner löst Melchior als ÖVP-Generalsekretär ab

06. Dez 2021 · Lesedauer 2 min

Die 27-jährige Wiener Gemeinderätin folgt Axel Melchior als ÖVP-Generalsekretärin. Das bestätigte die ÖVP am Montagabend in einer Aussendung.

Am Montagabend machte noch eine weitere mögliche ÖVP-Personalrochade die Runde: Die 27-jährige Wiener Gemeinderätin Laura Sachslehner soll neue ÖVP-Generalsekretärin werden. Sie soll damit Axel Melchior nachfolgen, schrieb etwa auch "der Standard". Eine offizielle Bestätigung folgte per Aussendung der ÖVP.

"Laura Sachslehner ist eine urbane und moderne Frau, die die Partei extrem gut kennt und viel politische Erfahrung gesammelt hat, sei es in der Bezirkspolitik, im Landtag oder als Generalsekretärin der Jungen Volkspartei. Ich freue mich auf die künftige Zusammenarbeit und wünsche ihr viel Freude bei ihrer neuen Tätigkeit", wird Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) in der Aussendung zitiert.

Sachslehner kam im vergangenen Jahr mit einem Grundmandat aus Wien-Landstraße in den Wiener Gemeinderat. Sie ist stellvertretende Landesgeschäftsführerin der ÖVP Wien. 

Details erst am Dienstag

Melchior zeichnete für die Wahlkämpfe des zurückgetretenen Sebastian Kurz verantwortlich. Er soll sich auf eigenen Wunsch zurückziehen, aber im Nationalrat bleiben.

Noch am Montag hatte der neue Regierungschef Nehammer in einer Pressekonferenz an Melchior als Generalsekretär festgehalten, in der Aussendung bedankt sich Nehammer bei Melchior für seine "wertvolle Tätigkeit in der Parteizentrale".

Kritik der FPÖ

Der FPÖ-Abgeordnete im Untersuchungsausschuss, Christian Hafenecker, nannte in einer Stellungnahme gegenüber der APA Nehammer einen "Lügner", habe dieser zuletzt eine Ablöse Melchiors dementiert. "Und wer wirklich die ÖVP-Darstellung glaubt, dass Melchior auf eigenen Wunsch aus dem Generalsekretariat ausscheidet, der glaubt wohl auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten", vermutet Hafenecker hinter der Personalentscheidung eigentlich Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner als "Puppenspielerin". Immerhin sei Melchior "Kassier" des "Projekts Ballhausplatz" gewesen, das Kurz zu dessen Machtübernahme in der ÖVP verholfen habe.

Quelle: Redaktion / koa