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Doskozil: "Indirekte Impfpflicht wäre mir lieber gewesen"

17. Jan. 2022 · Lesedauer 2 min

Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) würde eine indirekte Impfpflicht dem jetzigen Gesetzesentwurf vorziehen.

Der burgenländische Landeshauptmann und SPÖ-Landesparteichef Hans Peter Doskozil hält eine "indirekte Impfpflicht" nach wie vor für besser als das nun vorliegende Gesetz für die Impfpflicht. Am Rande eines Pressetermins in Neudörfl (Bezirk Mattersburg) am Montagmorgen bekräftigte er: "Eine indirekte Impfpflicht über kostenpflichtige Tests wäre mir lieber gewesen."

Innerhalb der SPÖ führt die Impfpflicht weiterhin für Diskussionen.

Skepsis hat auch der Salzburger SPÖ-Chef David Egger im Vorfeld geäußert. Er hielt sich am Montag auf APA-Anfrage noch offen, ob er dem nun vorliegenden Entwurf im Bundesrat zustimmen wird oder nicht. Er wolle die Frage erst im Präsidium der Landespartei heute Abend und bis Mittwoch noch mit der Salzburger Nationalratsabgeordneten Cornelia Ecker und der Gewerkschaft besprechen. "Ich verstehe nach wie vor nicht den engen Zeitplan der Regierung in einer so zentralen Frage." Die Überarbeitung des Gesetzesentwurfs habe zwar einige Verbesserungen gebracht, es seien aber noch immer sehr viele Fragen offen, etwa arbeitsrechtlicher Natur.

Impfen sei der wichtigste Faktor zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, erklärte indes Doskozil. Es sei aber die Frage, wie man an die Sache herangeht, um die Impfquote zu steigern, ohne die Gesellschaft zu spalten. Gegner der Impfung werden jetzt wohl den Ausgang der Verfahren abwarten. Eine indirekte Verpflichtung über kostenpflichtige Corona-Tests wäre daher "vielleicht klüger" als die Regierungspläne.

NEOS nicht geschlossen für Impfpflicht

Der NEOS-Klub im Nationalrat wird jedenfalls mehrheitlich, aber nicht geschlossen für die Impfpflicht stimmen - von 15 Abgeordneten dürften mindestens drei dagegen sein. Pandemiesprecher Gerald Loacker hat ja bereits angekündigt, gegen die Impfpflicht zu stimmen. Er nannte einerseits den bürokratischen Aufwand als Grund für seine Entscheidung, andererseits auch virologische Argumente. Neben Loacker werden voraussichtlich auch Johannes Margreiter und Fiona Fiedler nicht zustimmen, erfuhr die APA am Montag aus dem Klub. Mandatarin Stephanie Krisper will noch den finalen Gesetzestext durcharbeiten.

Quelle: Agenturen