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Ukrainischer Lagebericht: Schwere russische Verluste bei Soledar

12. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

Laut dem Donezker Gouverneur Pawlo Kyrylenko ist es wegen der heftigen Kämpfe unmöglich, Zivilisten aus der Stadt zu evakuieren.

Der ukrainische Generalstab hat in seinem morgendlichem Lagebericht mitgeteilt, russische Kräfte hätten bei Angriffen auf Soledar und auf Nachschublinien schwere Verluste erlitten. In dem auf Facebook veröffentlichten Bericht wurden Panzer und Artillerie im Raum Soledar erwähnt. Auch die ukrainischen Verteidiger der strategisch gelegenen Stadt nördlich des erbittert umkämpften Bachmut haben in den vergangenen Wochen dort schwere Verslute erlitten.

Nach Angaben des Donezker Gouverneurs Pawlo Kyrylenko harren noch 559 Zivilisten in der Kleinstadt aus. Darunter seien 15 Kinder. Wegen der heftigen Kämpfe sei es unmöglich, sie zu evakuieren.

Kiew: Soledar noch nicht gefallen

Vor dem Krieg lebten in dem Ort im Osten der Ukraine 10.500 Menschen. Am Mittwoch spitzte sich die Lage an der Front rund um die umkämpfte Kleinstadt weiter zu. Kiew widersprach russischen Angaben, wonach der strategisch wichtige Ort im Osten des Landes an die feindlichen Truppen gefallen sei.

"Die Russen sagen, dass Soledar unter ihrer Kontrolle sei. Das stimmt nicht", teilte der Sprecher der Ostgruppe der ukrainischen Armee, Serhij Tscherewatyj, mit. Am Dienstag hatte der Chef der russischen Söldnertruppe Wagner, Jewgeni Prigoschin, behauptet, dass Soledar fast erobert und etwa 500 ukrainische Soldaten eingeschlossen seien.

Das Zentrum der Ortschaft ist in jedem Fall inzwischen fest in russischer Hand. Der endgültige Fall Soledars an russische Truppen dürfte wohl nur mehr eine Frage der Zeit sein. In einer Ansprache hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vergangene Woche bekräftigt, die erbitterte Verteidigung von Soledar habe hohen strategischen Wert für die übrige Front gehabt. Von vielen Ukrainern wurde dies so aufgefasst, dass man im ukrainischen Generalstab vorerst nicht mehr mit einer Rückeroberung Soledars rechne.

Quelle: Agenturen / Redaktion / kap / hos