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Länder können 24-Stunden-Kräfte mit Boni belohnen

30. März 2020 · Lesedauer 2 min

Mehr Geld für die derzeit in Österreich befindlichen Pflegerinnen und Pfleger soll die Problematik der 24-Stunden-Betreuung entschärfen. Denn nach Zustimmung des Sozialministeriums können die Länder ausländischen Arbeitskräften nun großzügige Boni bezahlen, wenn sich diese entschließen, in Österreich zu bleiben. Die Mittel kommen aus dem 100-Millionen-Maßnahmenpaket der Regierung für die Pflege.

Mehr Geld für die derzeit in Österreich befindlichen Pflegerinnen und Pfleger soll die Problematik der 24-Stunden-Betreuung entschärfen. Denn nach Zustimmung des Sozialministeriums können die Länder ausländischen Arbeitskräften nun großzügige Boni bezahlen, wenn sich diese entschließen, in Österreich zu bleiben. Die Mittel kommen aus dem 100-Millionen-Maßnahmenpaket der Regierung für die Pflege.

"Seit heute ist es möglich, dass wir auch Bonuszahlungen an die 24-Stunden-Betreuerinnen auszahlen, wenn sie länger bleiben. Wir haben das ganz intensiv gefordert im Ministerium, und das ist jetzt geglückt", sagte die in Oberösterreich für Soziales zuständige Landesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ) am Montag im Ö1-"Mittagsjournal" des ORF-Radio. Oberösterreich biete den 24-Stunden-Kräften 1.000 Euro zusätzlich pro Monat an.

Eine Obergrenze für die Zahlungen dürfte es nicht geben, und auch davon abgesehen sind noch Fragen offen. Gegen "Schnellschüsse" sprach sich die niederösterreichische Soziallandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) aus. "Ich bin für eine bundeseinheitliche Lösung", sagte sie der APA. "Es gibt ein kurzes Mail aus dem Sozialministerium, in dem darauf verwiesen wird, dass man das Geld dafür verwenden kann. Da wird man jedenfalls weiter sprechen müssen."

Am Mittwoch sollen die Bonuszahlungen bei der wöchentlichen Videokonferenz mit Gesundheits- und Sozialminister Rudolf Anschober (Grüne) thematisiert werden, sagte Teschl-Hofmeister.

Das Sozialministerium bestätigte, dass die Länder über etwaige Boni aus den Mitteln des Pflege-Sicherungspakets selbst entscheiden können. "Die Dauer und Höhe obliegt dabei dem jeweiligen Bundesland, sofern eine solche Bonuszahlung vorgesehen ist", teilte ein Sprecher der APA mit.

Die Auszahlung von Boni sei aber nur eine von mehreren Maßnahmen, zu denen die Länder greifen, um dem möglichen Mangel an 24-Stunden-Betreuerinnen und Betreuern vorzubeugen. So seien in den vergangenen Tagen die Pflege-Hotlines verstärkt worden, "um ein Clearing für unterversorgte Pflegebedürftige sicherstellen zu können". Außerdem organisieren die Länder Ersatzeinrichtungen für die Betreuung und bemühen sich um eine Ausweitung bei mobilen Pflegediensten.

Quelle: Agenturen