Kurz will Lufthansa ohne Vorteile für Österreich nicht unterstützen

29. Apr 2020 · Lesedauer 2 min

Bundeskanzler Sebastian Kurz spricht im Interview mit PULS 24 unter anderem über das Konjunkturpaket und die Gespräche mit der Lufthansa.

Im Interview mit PULS 24 Anchor Thomas Mohr spricht Bundeskanzler Sebastian Kurz über das heute angekündigte Konjunkturpaket, die Gespräche mit der Lufthansa, über unklare Abstandsregeln und die geleakten Protokolle der "Taskforce Corona".

Ziel des Konjunkturpakets sei es eine Entlastung für Unternehmen zu erreichen und eine möglichst hohe Beschäftigung zu schaffen, sagt Bundeskanzler Sebastian Kurz. Dafür wolle sich die Regierung alle Vorschläge anschauen und in den kommenden Tagen und Wochen "ein bestmögliches Maßnahmenbündel" schnüren. Ob es Direktzahlungen geben werde, ist noch unklar.

Arbeitsplätze spielen auch bei den Gesprächen mit dem AUA-Mutterkonzern "Lufthansa" eine Rolle. Die Regierung gehe mit klaren Bedingungen in das heutige Treffen. Das seien der Standort Österreich und die österreichischen Mitarbeiter. "Ohne Vorteile für Österreich wird es keine finanzielle Unterstützung für die Lufthansa geben", sagt Kurz.

Zu den Wartezeiten bei der Auszahlung der Corona-Kurzarbeit sagt Kurz: "Die Systeme sind nicht ausgelegt für tausende von Anträgen, deswegen dauert es seine Zeit." Mit dem Bescheid hätten die Unternehmer eine Garantie, dass sie ihr Geld bekommen.

Zu den derzeit geltenden Abstandsregeln sagt Kurz: "Je mehr Abstand man hält, desto besser ist es." Unterschiedliche Regelungen würden von verschiedenen Faktoren abhängen. Man müsse unterscheiden, ob etwas drinnen oder draußen ist, ob man mit Personen Kontakt hat, die man kennt oder ob es fremde Menschen sind.

Kurz bestreitet Angst in der Bevölkerung schüren zu wollen. "Ich habe immer versucht, das zu kommunizieren, was ich weiß", sagt er zu seiner teilweise drastischen Wortwahl. Kurz sagt: "Ich bin sehr dankbar, dass es in Österreich nicht so dramatisch gekommen ist, wie in anderen Ländern." Das liege daran, dass die Regierung früher und intensiver reagiert habe und die Bevölkerung die Maßnahmen sehr gut mitgetragen hätten.

 

 

Quelle: Redaktion / spe