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KPÖ hat in Umfragen zur Graz-Wahl Nase vorne

15. März 2026 · Lesedauer 2 min

Geht es nach einer Umfrage von Peter Hajek im Auftrag der "Kleinen Zeitung", muss die KPÖ bei der Grazer Gemeinderatswahl am 28. Juni nicht um den ersten Platz fürchten. In der Sonntagsfrage (615 Befragte, online und per Telefon, maximale Schwankungsbreite +/- 4 Prozent) liegen die Kommunisten mit 31 Prozent an der Spitze, dahinter matchen sich ÖVP (20 Prozent) und FPÖ (18) um den zweiten Platz. Auf dem vierten Platz liegen die Grünen (14), gefolgt von SPÖ und NEOS (beide 8).

Die KPÖ mit Bürgermeisterin Elke Kahr könnte damit ihren Sieg von 2021 (28,8 Prozent der Stimmen) weiter ausbauen. Die ÖVP hingegen müsste Verluste hinnehmen, kam die Volkspartei doch bei der vergangenen Gemeinderatswahl auf 25,9 Prozent der Stimmen. Die Freiheitlichen können mit einem Zuwachs rechnen, dürften sie doch die 10,6 Prozent von 2021 klar übertreffen. Auf ein Minus müssen sich die Grünen mit Vizebürgermeisterin Judith Schwentner, die 2021 auf 17,3 Prozent kamen, und die SPÖ einstellen (2021: 9,5 Prozent). Die NEOS hingegen würden aktuell ihr Ergebnis verbessern, kamen sie 2021 doch auf 5,4 Prozent. Keine Chance auf den Einzug hätten derzeit die Korruptionsfreien (KFG), die sich im Zuge des Finanzskandals von den Blauen abgespalten haben. Sie erhielten aktuell 1 Prozent der Stimmen.

Auch in der fiktiven Bürgermeister-Direktwahl liegt Kahr mit 43 Prozent weit vorne und über dem Parteiergebnis. Auf dem zweiten Platz folgt ÖVP-Chef Kurt Hohensinner mit 18 Prozent, dahinter FPÖ-Kandidat René Apfelknab mit 7 Prozent sowie Grünen-Vizebürgermeisterin Schwentner und NEOS-Spitzenkandidat Philipp Pointner mit jeweils 3 Prozent. Am Schluss finden sich SPÖ-Spitzenkandidatin Doris Kampus und Claudia Schönbacher (KFG) mit jeweils 2 Prozent Zustimmung.

Zusammenfassung
  • KPÖ-Bürgermeisterin Elke Kahr könnte mit 43 Prozent in einer fiktiven Direktwahl ihre Partei noch übertreffen, während ÖVP-Chef Kurt Hohensinner auf 18 Prozent und FPÖ-Kandidat René Apfelknab auf 7 Prozent kommen würden.
  • Die Umfrage wurde unter 615 Personen mit einer Schwankungsbreite von +/- 4 Prozent durchgeführt und zeigt, dass die FPÖ deutlich zulegen und die ÖVP Verluste hinnehmen müsste, während die Korruptionsfreien (KFG) mit 1 Prozent chancenlos bleiben.