Kogler zu Schmid-Chats: "Ich bin kein Chat-Kommentierer"

08. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Vizekanzler Werner Kogler äußert sich im PULS 24 Interview u.a. zur Causa ÖBAG und den Alleinvorstand Thomas Schmid. Die Chatverläufe würde laut Kogler nur einen Einblick in den Umgangston bieten.

"Ich bin kein SMS- und Chat-Kommentierer", antwortet der Vizekanzler auf die Frage nach den Postenschacher-Skandal um ÖBAG-Chef Thomas Schmid und der ÖVP. Laut Kogler seien die Vorbereitungen des vorigen Finanzministeriums "nicht so unbekannt" gewesen. Die Grünen hätten die Suche nach Personal für den Aufsichtsrat, die Vorstandsbesetzung und die Konstruktion der Holding mitbekommen. "Die Chats bieten allenfalls einen Einblick in den Umgangston", erklärt Kogler im Interview bei Thomas Mohr.

Die Verantwortung und die Entscheidung in diesem Vorfall lägen allerdings beim Aufsichtsrat, sagt der Vizekanzler. Auch ein Urteil zur bisherigen Arbeit von Schmid könne nur der Aufsichtsrat fällen. Kogler selbst könne diese schwer beurteilen. "Fakt ist natürlich, dass, wenn es in der Ursprungs-Causa bei der Casinos AG, wo ja auch öffentliche Anteile von besagter ÖBAG verwaltet werden, eine Involvierung in unlautere Machenschaften festgestellt werden würde, dann muss das natürlich unmittelbare Konsequenzen haben. Das scheint aber nicht der Fall zu sein", sagt Kogler.

Besetzung Broszs nicht mit ÖBAG vergleichbar

Auf die Vorwürfe des Postenschachers gegen Werner Kogler bei der Besetzung des Sportstrategie-Abteilungsleiter Dieter Brosz erklärt Kogler, dass dies mit dem ÖBAG-Fall nicht vergleichbar sei. Er teile die Meinung der ÖVP, dass Personalbestimmungen laufend passieren. Man müsse aber den "Unterschied erkennen zwischen einer Abteilung im Ministerium und einem der größten öffentlichen Unternehmen Österreichs", sagt der Vizekanzler.

Im Newsroom LIVE spricht Werner Kogler, der derzeit der Ersatz für Gesundheitsminister Rudolf Anschober ist, auch über das Corona-Management der Regierung und die Lage in den Intensivstationen in Ostösterreich. Das ganze Interview gibt es am Donnerstag um 20 Uhr live auf PULS 24 zu sehen.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea