APA - Austria Presse Agentur

Kogler bekundet Kurz großen Respekt

02. Dez 2021 · Lesedauer 2 min

Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) hat am Donnerstag "ganz ganz großen" Respekt für die Entscheidung von Sebastian Kurz bekundet, sich aus der Politik zurückzuziehen. Für die Grünen ist die offenbar bevorstehende Regierungsumbildung der ÖVP kein Anlass für Veränderungen ihres Teams. Auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen dankte Kurz.

"Ich habe heute Sebastian Kurz in einem Telefonat herzlich für seine Tätigkeit als Bundeskanzler der Republik Österreich sowie zuvor als Außenminister und Staatssekretär gedankt", schrieb Van der Bellen in einer Aussendung. Auch "für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit" habe er sich dabei bedankt und für die Zukunft alles Gute gewünscht.

Kogler unterstrich vor Journalisten, dass "wir gemeinsam in der Bundesregierung trotz aller Unterschiede viel erreicht haben". Trotz Coronapandemie habe man in "langen Gesprächen" um wichtige Reformen gerungen und diese auch durchgesetzt, verwies der Vizekanzler auf Steuerreform, Wirtschaftshilfen und soziale Absicherung "für viele" während der Pandemie.

Sein Regierungsteam werde "mit Sicherheit das gleiche bleiben", sagte der Grünen-Chef - und nützte die Gelegenheit für einen kleinen Seitenhieb: Daran sehe man "wieder einmal, dass wir Grüne für Stabilität, mit anderen zusammen, in diesem Land sorgen". Den kolportierten Wechsel von Karl Nehammer ins Kanzleramt wollte Kogler nicht kommentieren - diese Entscheidung obliege der ÖVP -, aber er betonte, dass er mit dem ÖVP-Innenminister eine "hervorragende Arbeitsbasis" habe.

Den am Abend ebenfalls zurückgetretenen ÖVP-Finanzminister Gernot Blümel dankte Kogler auf Twitter für die "gute und immer ergebnisorientierte Zusammenarbeit, zuletzt bei den langen und intensiven Verhandlungen zur Ökosozialen Steuerreform".

Auch Grünen-Klubobfrau Sigrid Maurer dankte Kurz für die bisherige Zusammenarbeit. Es sei eine "gute und mutige Entscheidung" gewesen, "mit einer ÖVP-Grünen-Koalition einen neuen Weg für unser Land zu beschreiten". Trotz großer Unterschiede in vielen politischen Fragen "hatten wir immer ein korrektes und professionelles Verhältnis", resümierte sie.

Quelle: Agenturen