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Berichte: Tursky vor Rückzug aus Politik

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Die Innsbruck-Wahl war für den ehemaligen Digitalisierungsstaatssekretär ein Debakel. Nun dürfte er vor einem Rückzug aus der Politik stehen.

Nach der schweren Wahlniederlage des bürgerlichen Bündnisses "das Neue Innsbruck" bei der Gemeinderatswahl will sich deren gescheiterter Bürgermeisterkandidat und Ex-ÖVP-Staatssekretär Florian Tursky offenbar zurückziehen. 

Von Mittwochabend bis in die Nacht rang der Klub in großer und kleiner Runde um eine Lösung. Ergebnis wurde noch keines vermeldet. Wie die APA jedoch erfuhr, machte Tursky in der Sitzung klar, dass er jedenfalls nicht in den Stadtsenat einziehen wolle.

Doch kein Gemeinderat?

Untertags war zudem - bisher unbestätigt - davon die Rede gewesen, dass der 36-Jährige auch das Gemeinderatsmandat nicht annehmen möchte. Einzig die Funktion des ÖVP-Stadtparteiobmannes könnte der frühere Büroleiter von Ex-ÖVP-Landeshauptmann Günther Platter - auf Druck der Landes-ÖVP - noch vorübergehend behalten, bis dort eine Neuaufstellung abgeschlossen sei.

Den Ex-Staatssekretär soll es in die Privatwirtschaft ziehen. Vor der Wahl hatte er noch erklärt, in jedem Fall - auch bei einer Niederlage - in der Kommunalpolitik bleiben zu wollen.

Internes Rumoren

Unterdessen gab es offenbar intern einiges an Ungemach. APA-Informationen zufolge wuchs zuletzt der Druck auf Turskys Bündnispartnerin und Listenzweite, Ex-"Für Innsbruck"-Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, sich ebenfalls im Verbund mit Tursky aus der Stadtpolitik zu verabschieden.

Doch diese soll ihren Anspruch auf die Führung des nur mehr aus vier Mandataren bestehenden Gemeinderatsklubs erhoben haben, was nicht auf Wohlwollen stieß. In den Stadtsenat will Oppitz-Plörer hingegen wie Tursky nicht gehen - dies tat sie dem Vernehmen nach bei der Klubsitzung ebenfalls kund.

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All diese Gemengen- und Interessenslagen führten bis zuletzt zu einem Tauziehen bei den Granden des Bündnisses aus ÖVP, "Für Innsbruck" und Seniorenbund, das im vergangenen Jahr unter großem Brimborium als "Wiedervereinigung" des bürgerlichen Lagers aus der Taufe gehoben worden war.

Für die Entsendung in den Stadtsenat wurde laut Informationen der "Tiroler Tageszeitung" der Listenvierte und Innsbrucker Wirtschaftskammerobmann Franz Jirka gehandelt.

ribbon Zusammenfassung
  • Die Innsbruck-Wahl war für den ehemaligen Digitalisierungsstaatssekretär ein Debakel.
  • Nun dürfte er vor einem Rückzug aus der Politik stehen.

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