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Klitschko: "Kiew ist nicht komplett eingekesselt"

27. Feb. 2022 · Lesedauer 2 min

Die ukrainische Armee kämpfe hart in den Außenbezirken. Stunden zuvor wurde Klitschko von der AP mit den Worten "Wir sind umzingelt" zitiert.

Die Lage in der ukrainischen Hauptstadt Kiew bleibt nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko angespannt. "Kiew ist nicht komplett eingekesselt. Die ukrainische Armee kämpft hart in den Außenbezirken, und die russische Armee hat viele Verluste", sagte er am Sonntagabend der "Bild". Im Nachrichtenkanal Telegram verwies er auf Falschinformationen, wonach russische Truppen die Millionenstadt umstellt hätten. Am Abend wurde in Kiew erneut Luftalarm ausgelöst.

Stunden zuvor warnte er in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP  vor einer humanitären Katastrophe. "Wir haben jetzt noch Strom und Wasser und Heizung in unseren Häusern", sagte er, "aber die Infrastruktur ist zerstört, um Lebensmittel und Medikamente auszuliefern". Auf die Frage, ob die Zivilbevölkerung evakuiert werde, sagte er: "Wir können das nicht machen, weil alle Wege blockiert sind. Wir sind jetzt umzingelt."

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Im sozialen Netzwerk Telegram schrieb Klitschko am Nachmittag, dass in den vergangenen Tagen in Kiew neun Zivilisten getötet worden seien, darunter ein Kind. Auch 18 ukrainische Sicherheitskräfte seien getötet worden. Verletzt wurden demnach bisher 106 Menschen, darunter 47 Zivilisten.

Ausgangssperre

In der Stadt gilt eine nächtliche Ausgangssperre von 17.00 Uhr (Ortszeit) bis 7.00 Uhr (6.00 Uhr MEZ). In dieser Zeit seien etwa Fahrten mit dem eigenen Auto nur mit einer Sondergenehmigung möglich. An einigen Orten der Stadt gebe es Schusswechsel, schrieb Klitschko.

Er appellierte zugleich an die Bewohner: "Gehen Sie in den erlaubten Zeiten auch nur dann in die Stadt, wenn es unbedingt nötig ist - zum Laden, zur Apotheke." Zudem sollten die Kiewer ältere und alleinstehende Menschen unterstützen.

Hinweis: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es im Titel "Klitschko: Wir sind jetzt umzingelt". Das bezog sich auf das Interview mit der Nachrichtenagentur AP. Das Interview mit der "Bild" fand später statt, aus diesem Grund wurde der Titel dahingehend geändert.

Quelle: Redaktion / moe