APA/APA/Azov Special Forces Regiment of the Ukrainian National Guard Press Office/DMYTRO 'OREST' KOZATSKYI

Kiew schlägt Russland Tauschgeschäft in Mariupol vor

12. Mai 2022 · Lesedauer 1 min

Im Stahlwerk Asowstal in Mariupol sind nach wie vor Kämpfer verschanzt und Zivilisten sitzen fest. Die ukrainische Führung schlägt dem russischen Militär ein Tauschgeschäft vor: Schwerverwundete Soldaten sollen evakuiert werden, dafür bietet die Ukraine, russische Kriegsgefangene freizulassen.

"Wir transportieren unsere schwerverwundeten Jungs in einem humanitären Korridor aus Asowstal ab", sagte Vize-Regierungschefin Iryna Wereschtschuk nach Angaben der "Ukrajinska Prawda". Gleichzeitig lasse das ukrainische Militär russische Kriegsgefangene "nach Standardregeln für deren Austausch" frei. 

Die Verhandlungen dazu dauerten noch an, noch sei keine Einigung erzielt worden.

In den vergangenen Tagen war mehrfach über das Leiden der verwundeten ukrainischen Soldaten im Stahlwerk berichtet worden. Nach Darstellung eines Sanitäters herrscht dort inzwischen absoluter Mangel an Medikamenten. Das weiträumige Stahlwerk ist die letzte Bastion der ukrainischen Truppen in der inzwischen schwer zerstörten Hafenstadt Mariupol. Das russische Militär fordert von den Verteidigern die Kapitulation, die ukrainischen Truppen lehnen das kategorisch ab.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam