Kickl erwartet Neuwahl 2028 und spricht mit "Schatten-ÖVP"
In der Volkspartei seien viele "überhaupt nicht damit zufrieden", dass unter Bundeskanzler Christian Stocker nach den Grünen wieder "die Linken in die Regierung" geholt worden seien. "Diesmal sozusagen nicht die Ökomarxisten, sondern die Originalmarxisten." Er sei im Austausch mit jener Gruppe um Kurz, die in regelmäßigen Abständen in Interviews und Medien auftrete. Es gebe außerdem auch eine Gesprächsbasis zu SPÖ-Vertretern, "die auch schon verzweifelt sind", so Kickl ohne Namen zu nennen. "Aber ich bin guter Dinge, dass ich bei den nächsten Regierungsverhandlungen in dieser Sache nicht bei null beginnen muss, was vertrauensbildende Maßnahmen betrifft."
Ein Antreten bei der Landtagswahl in seinem Heimatbundesland Kärnten 2027 schloss Kickl unterdessen einmal mehr aus. Er liebe sein Heimatbundesland. "Aber ich habe meine Entscheidung getroffen, dass ich den Wählern versprochen habe, dass wir noch einen Anlauf unternehmen werden, diese Volkskanzlerschaft zur Umsetzung zu bringen. Und genau das werde ich tun."
In Sachen Wehrpflicht wäre er zwar für eine Verlängerung, betonte Kickl. Allerdings müsse zuerst klar sein, wie die angekündigte Professionalisierung konkret aussehen soll. Außerdem könne nur ein freiheitlicher Regierungschef garantieren, dass in Österreich als neutralem Land Soldaten "unter keinen Umständen in Konflikte hineingezogen werden, die uns nichts angehen".
Zusammenfassung
- FPÖ-Chef Herbert Kickl erwartet nach den Landtagswahlen 2027 und 2028 vorgezogene Nationalratswahlen im Jahr 2028.
- Kickl strebt weiterhin das Kanzleramt an und führt dazu Gespräche mit der sogenannten "Schatten-ÖVP" rund um Sebastian Kurz sowie mit SPÖ-Vertretern.
- Eine Kandidatur bei der Kärntner Landtagswahl 2027 schließt Kickl aus und betont stattdessen sein bundespolitisches Ziel.
