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Keine Luftbrücke Rumänien-Burgenland für Pflegepersonal

09. Apr 2020 · Lesedauer 2 min

Die geplante Luftbrücke, mit der am Mittwoch Pflege- und Betreuungskräfte von Rumänien nach Österreich gebracht werden sollten, um im Burgenland arbeiten zu können, fällt aus. Grund dafür ist eine in Rumänien erlassene Notstandsverordnung, aufgrund der Pfleger und Betreuer das Land aktuell nicht verlassen dürften, teilte Soziallandesrat Christian Illedits (SPÖ) am Donnerstag mit.

Die geplante Luftbrücke, mit der am Mittwoch Pflege- und Betreuungskräfte von Rumänien nach Österreich gebracht werden sollten, um im Burgenland arbeiten zu können, fällt aus. Grund dafür ist eine in Rumänien erlassene Notstandsverordnung, aufgrund der Pfleger und Betreuer das Land aktuell nicht verlassen dürften, teilte Soziallandesrat Christian Illedits (SPÖ) am Donnerstag mit.

Nach Gesprächen mit dem Sozialministerium und dem Außenministerium sei offenkundig geworden, dass der vom Land Burgenland geplante Flug am 15. April nicht zustande kommen kann. Die Luftbrücke aus Kroatien werde wie geplant stattfinden. Durch gesetzte Maßnahmen wie die Verstärkung der burgenländischen Pflegehotline, den verstärkten Einsatz der mobilen Hauskrankenpflege, die beiden Ersatzbetreuungseinrichtungen sowie die Trennungszulage in Höhe von 500 Euro für Personenbetreuer bei Turnusverlängerung bleibe die Versorgung dennoch gesichert, betonte Illedits.

Ein- und Ausreisebestimmungen änderten sich laufend: So sei am Dienstag in der rumänischen Notstandverordnung festgelegt worden, dass für Arbeitnehmer aus dem Bereich der sozialen Fürsorge keine Ausreise nach Österreich gestattet sei, da Österreich als sogenannte "Rote Zone" gelte.

Rumänische Staatsbürger würden unter "institutionalisierte Quarantäne" gestellt, wenn sie aus Österreich kämen. Damit sei eine beaufsichtigte Zwangsquarantäne gemeint. Man könne vorerst nicht sagen, wie lange die Maßnahmen andauern. "Wir informieren alle Agenturen und Betroffene über neue Entwicklungen und hoffen, dass möglichst viele Betreuerinnen und Betreuer im Burgenland bleiben. Die Trennungszulage hat sich bereits als wirksame Initiative herausgestellt", sagte Illedits.

Der geplante Flug nach Zagreb, um 100 Personenbetreuer ins Land zu bringen, sei nicht betroffen und soll planmäßig am 15. April stattfinden. In Wien Schwechat angekommen, müssen sich die Passagiere aus Zagreb in eine zweiwöchige Quarantäne begeben, um dann ihre Kollegen ablösen zu können. Unterkünfte hierfür seien bereits vom Land Burgenland organisiert worden.

Zuvor berichtete das "Profil", dass 306 Altenbetreuerinnen nicht von Rumänien nach Österreich einfliegen können. Von der Notstandsverordnung, die am 19. April enden soll, sind laut "Profil" auch 24-Stunden-Betreuerinnen, die regelmäßig zur Arbeit nach Österreich pendeln, betroffen. Bei einer Verlängerung werde auf eine Ausnahme für Pendlerinnen gehofft, wie es bei Erntehelfern der Fall ist.

Quelle: Agenturen