Justitia fuhr mit Limo vor dem Parlament vor

19. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

Mittwochabend sorgte der Verein #aufstehen für Staunen als eine personifizierte Justitia vor dem neu renovierten Parlament auftauchte. Die Gemeinschaft wollte damit die Aufmerksamkeit auf das Antikorruptions-Volksbegehren lenken, das am Donnerstag im Justizausschuss behandelt wird.

Am Donnerstag findet im Justizausschuss ein öffentliches Expert:innen-Hearing zum Antikorruptions-Volksbegehren statt. Bereits am Vortag sorgte der Verein #aufstehen dafür, dass das Volksbegehren auch die nötige Aufmerksamkeit erhält.

In einer großangelegten Aktion kehrte die personifizierte Göttin der Gerechtigkeit "Justitia" ins Parlament zurück. Dafür wurde nicht nur ein roter Teppich ausgerollt, sondern Justitia, gespielt von der Schauspielerin Irina Wanka, fuhr mit einer weißen Limousine vor. Mit Waage und einem Schwert in der Hand sowie verbundenen Augen stand sie vor dem neu renovierten Parlament. Die Aktion trug den Namen "Die Rückkehr der Justitia". Die Initiatoren wollten damit symbolisieren, dass wieder Gerechtigkeit ins renovierte Parlament einkehren soll. 

Justizausschuss soll Vorschläge ernstnehmen

An die zahlreichen Zuschauer:innen und Unterschützer:innen gewandt, forderte Justitia, dass die Vorschläge des Antikorruptions-Volksbegehrens im Justizausschuss ernst genommen und umgesetzt werden sollen. Insgesamt beinhaltet das Volksbegehren 72 Forderungen. Der Verein #aufstehen fordert unter anderem, dass öffentliche Posten nach Qualifikation und nicht nach Parteibuch besetzt werden, Politiker:innen nicht länger Steuergeld für ihre Zwecke missbrauchen und Medien unabhängig von Politik und Wirtschaft arbeiten sollen.

#aufstehn-Kampagnendirektor Raoul Kopacka sagte in der "Bezirkszeitung Wien" zu der satirischen Aktion: "Wir haben uns gedacht, wie können wir möglichst viel Aufmerksamkeit auf das Parlament richten, vor allem bevor im Justizausschuss das Antikorruptions-Volksbegehren stattfindet. Deshalb rollten wir der Justitia den roten Teppich aus und machen eine Riesen-Veranstaltung".

Astrid PozarekQuelle: Redaktion / poz