Mikl-Leitner: Causa ORF NÖ ist "interne Intrige"

05. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

Dem ORF Niederösterreich wird "Hofberichterstattung" zugunsten der Volkspartei vorgeworfen. Die ÖVP-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sieht sich im ATV Interview nicht dafür zuständig. Es handle sich bei den Vorwürfen um eine reine ORF-Angelegenheit, erklärt sie.

Die Vorwürfe gegen das Landesstudio des ORF Niederösterreich wiegen schwer. Der Chef des Studios Robert Ziegler soll bereitwillig zugunsten der Niederösterreichischen Volkspartei interveniert haben, um eine positive Berichterstattung zu erwirken. Bereits unter Ex-Landeshauptmann Erwin Pröll sei dieses "System ORF-ÖVP-Niederösterreich" entstanden, Redakteursmitglieder berichteten, dass es unter Mikl-Leitner weiter ausgebaut wurde.

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"Interne Intrige"

Mikl-Leitner sieht jedoch keinen Bezug zur Volkspartei. "Das ist eine interne Angelegenheit", so die niederösterreichische Landeshauptfrau im Gespräch mit ATV. "Eine interne Intrige seitens des ORFs und die ist dort zu klären."

Ziegler gab aktuelle Berichterstattung ab

Robert Ziegler hat indes die aktuelle Berichterstattung bereits vor Weihnachten an die ORF-Journalistin Ingrid Thurnher abgegeben.

Die Niederösterreich-Wahl wird ausschlaggebend für die Zukunft der Volkspartei. Umfragen zufolge liegt die ÖVP derzeit nur bei knapp 42 Prozent. Das wäre der Verlust der absoluten Mandatsmehrheit und das schlechteste Ergebnis der Partei im Bundesland seit 1945.

Johanna Mikl-Leitner gibt sich diesbezüglich jedoch, zumindest nach außen, betont gelassen: "Mir geht es darum, dass wir drei Wochen Intensivwahlkampf machen und so schnell als möglich wieder zur Arbeit zurückkehren und zwar zum Miteinander in Niederösterreich", betont sie. "Das ist mir das Wichtigste." 

Quelle: Redaktion / mbe