APA - Austria Presse Agentur

Italien will schon erste Impfung für Grünen Pass anerkennen

18. Mai 2021 · Lesedauer 2 min

Gute Nachrichten für Italien-Reisende: Anders als etwa Deutschland will das südliche Nachbarland schon die Erstimpfung als Grünen Pass anerkennen.

Italien heißt diejenigen Willkommen, die bereits den "ersten Stich" haben - Österreich könnte bald nachziehen: "Ich denke, dass auch in Italien der Zugang für jene, die die erste Impfung in Österreich haben (...) ohne Quarantäne möglich sein wird", sagte Italiens Parlamentspräsident Roberto Fico in einem APA-Interview. Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) sagte, dass die Quarantänepflicht in Österreich schon im Mai fallen könnte.

Erleichterungen im Reiseverkehr

Fico und Sobotka stellten sich nach einem Treffen in Wien Fragen. Beide warben dabei für eine rasche Normalisierung des grenzüberschreitenden Reiseverkehrs. Es sei "wichtig, den Leuten Mut zu machen, wieder Reisen zu unternehmen und den ursprünglichen Gewohnheiten nachzugehen", betonte der Nationalratspräsident. Schließlich habe die Tourismusbranche in der Coronakrise "am intensivsten gelitten".

Österreichs Quarantäne-Ende schon vor Ende Mai?

Italien habe die Quarantänebestimmungen für Einreisende bereits aufgehoben, sagte Sobotka weiter. "Bei uns gilt diese Verordnung noch bis zum 31. Mai. Wenn die Zahlen sich anders zeigen, kommt es vielleicht schon zu einer früheren Reduktion", fügte der österreichische Parlamentspräsident hinzu. Dass man sich mangels einer elektronischen Lösung zunächst noch mit dem Grünen Pass in Papierform begnügen müsse, "soll nicht das größte Hemmnis sein", so Sobotka.

Beide Präsidenten sprachen sich für eine einheitliche europäische Lösung beim Corona-Zertifikat aus. Es gehe nämlich darum, "den Tourismus überall in Schwung zu bringen", erläuterte Fico. Sobotka sagte, dass Österreich und Italien "relativ im Gleichklang" seien, sowohl was die "3G-Lösung" (also getestet, geimpft oder genesen) beim Grünen Pass betrifft als auch bei der Gastronomieöffnung.

Fico ist der erste Amtskollege, den Sobotka seit Beginn der Coronakrise bilateral im Parlament in Wien empfing. Für den italienischen Parlamentspräsidenten war es zugleich die erste Auslandsreise. Der Politiker der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung wertete dies als "Bestätigung unserer ausgezeichneten Beziehungen". Auch europapolitisch betonten die beiden Politiker ihren Gleichklang.

Quelle: Agenturen