Italien erkennt ausgewählte österreichische FH-Abschlüsse an
In Italien sind akademische Berufsberechtigungen oft an einen Studienabschluss an einer italienischen Universität gebunden. Durch das bilaterale Abkommen wird nun auch ein Teil der FH- bzw. HAW-Abschlüsse offiziell als gleichwertig anerkannt, hieß es in der Pressemitteilung der Hochschule MCI. In Österreich gibt es laut dem Wissenschaftsressort derzeit 11.000 italienische Studierende, darunter knapp 7.000 aus Südtirol. Aber auch österreichischen Absolventen werde durch das Abkommen der Schritt über die Grenze erleichtert, wurde gegenüber der APA betont.
"Internationale Mobilität, wissenschaftlicher Austausch und berufliche Perspektiven dürfen nicht an formalen Hürden scheitern", hielt Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) fest. Die Einigung zeige, was möglich sei, wenn Länder im Sinne eines offenen Europas gemeinsam Lösungen entwickeln. "Genau das ist gelebtes Europa: mehr Mobilität, weniger Hürden und neue Chancen über Grenzen hinweg", wurde Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) zitiert. Die Präsidentin der Fachhochschulkonferenz (FHK) Ulrike Prommer sprach von der Überwindung einer "langjährigen Benachteiligung gegenüber universitären Abschlüssen in Österreich und Italien".
Zusammenfassung
- Ab 1. Mai erkennt Italien neun Bachelor- und acht Masterabschlüsse österreichischer Fachhochschulen aus den Wirtschafts-, Sozial- und technischen Wissenschaften offiziell an.
- Von dem bilateralen Abkommen profitieren vor allem FH-Absolvent:innen aus Tirol, während aktuell rund 11.000 Italiener:innen in Österreich studieren, darunter etwa 7.000 aus Südtirol.
- Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger betonen, dass die Einigung internationale Mobilität fördert und langjährige Benachteiligungen gegenüber universitären Abschlüssen abbaut.
