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Italien erkennt ausgewählte österreichische FH-Abschlüsse an

Heute, 15:10 · Lesedauer 2 min

Ab 1. Mai werden in Italien ausgewählte Abschlüsse österreichischer Fachhochschulen (FH) bzw. Hochschulen Angewandter Wissenschaften (HAW) anerkannt. Das Abkommen zwischen Österreich und Italien gilt laut einer Aussendung vom Mittwoch für neun Bachelor- und acht Masterstudiengänge aus den Wirtschafts-, Sozial- und technischen Wissenschaften. Am stärksten davon profitieren werden dem Wissenschaftsministerium zufolge FH-Absolventinnen und Absolventen in Tirol.

In Italien sind akademische Berufsberechtigungen oft an einen Studienabschluss an einer italienischen Universität gebunden. Durch das bilaterale Abkommen wird nun auch ein Teil der FH- bzw. HAW-Abschlüsse offiziell als gleichwertig anerkannt, hieß es in der Pressemitteilung der Hochschule MCI. In Österreich gibt es laut dem Wissenschaftsressort derzeit 11.000 italienische Studierende, darunter knapp 7.000 aus Südtirol. Aber auch österreichischen Absolventen werde durch das Abkommen der Schritt über die Grenze erleichtert, wurde gegenüber der APA betont.

"Internationale Mobilität, wissenschaftlicher Austausch und berufliche Perspektiven dürfen nicht an formalen Hürden scheitern", hielt Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) fest. Die Einigung zeige, was möglich sei, wenn Länder im Sinne eines offenen Europas gemeinsam Lösungen entwickeln. "Genau das ist gelebtes Europa: mehr Mobilität, weniger Hürden und neue Chancen über Grenzen hinweg", wurde Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) zitiert. Die Präsidentin der Fachhochschulkonferenz (FHK) Ulrike Prommer sprach von der Überwindung einer "langjährigen Benachteiligung gegenüber universitären Abschlüssen in Österreich und Italien".

Zusammenfassung
  • Ab 1. Mai erkennt Italien neun Bachelor- und acht Masterabschlüsse österreichischer Fachhochschulen aus den Wirtschafts-, Sozial- und technischen Wissenschaften offiziell an.
  • Von dem bilateralen Abkommen profitieren vor allem FH-Absolvent:innen aus Tirol, während aktuell rund 11.000 Italiener:innen in Österreich studieren, darunter etwa 7.000 aus Südtirol.
  • Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger betonen, dass die Einigung internationale Mobilität fördert und langjährige Benachteiligungen gegenüber universitären Abschlüssen abbaut.