APA - Austria Presse Agentur

Italien drängt wegen Omikron zu europaweiten Beschränkungen

28. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Im Kampf gegen die neue, aus dem südlichen Afrika stammende Omikron-Variante des Coronavirus fordert Italien die EU zur Ergreifung europaweiter Vorbeugungsmaßnahmen.

"Wir werden in den nächsten 24-48 Stunden eine Eindämmungsstrategie auf europäischer Ebene ausarbeiten", sagte Italiens Gesundheits-Staatssekretär Pierpaolo Sileri laut Medienangaben vom Sonntag. Nach der Einschränkung des Flugverkehrs seien gemeinschaftliche Maßnahmen nötig.

"Es war die richtige Entscheidung Italiens, die Flüge aus einigen afrikanischen Ländern zu blockieren. Jetzt sind jedoch Gemeinschaftsbeschlüsse für neue Beschränkungen erforderlich. Wir könnten die Verpflichtung zu einem doppelten Abstrich bei der Einreise und nach der Quarantäne wieder einführen, aber nur für diejenigen, die aus Ländern kommen, in denen es die Virus-Vatiante gibt, nicht für Einzelfälle", erklärte Sileri.

Viele Unklarheiten bei neuer Variante

"Es könnte sich um eine Variante handeln, die mehr infiziert, sich aber nicht gegen Impfstoffe wehrt. In diesem Fall würde es nur dazu führen, dass mehr Menschen geimpft werden müssen. Alles, was wir jetzt wissen, ist, dass die Zahl der Fälle in Südafrika innerhalb einer Woche um 356 Prozent gestiegen ist. Wenn sich unter den Eingewiesenen geimpfte Personen befinden, haben wir einen indirekten Hinweis darauf, dass diese Impfstoffe weniger oder gar nicht wirksam sind. Wenn das der Fall ist, müssen wir drei Monate warten, um die Impfungen neu zu planen, aber es ist wahrscheinlich, dass ein gewisser Schutz vorhanden sein wird", sagte Sileri.

Auf eigenen Omikron-Impfstoff zu warten wäre Fehler

Der größte Fehler wäre es, auf die hypothetischen Impfstoffe für Omikron zu warten, so Sileri. Denn die Variante sei eine Delta Plus-Variante. Ohne eine dritte Dosis in der Mitte der vierten Welle würde man Gefahr laufen, von Delta überwältigt zu werden.

Die jüngste Variante des Coronavirus hat bereits mehrere europäische Länder erreicht. In Deutschland und Italien wurden am Samstag insgesamt drei Fälle bestätigt.

Quelle: Agenturen