Israel wird Gaza laut Minister nicht komplett verlassen
Dies gelte auch im Fall eines Übergangs in die zweite Phase des Friedensplans von US-Präsident Donald Trump und einer Entwaffnung der islamistischen Terrororganisation Hamas, sagte Katz. Die Sicherheitszone solle innerhalb des Gazastreifens verlaufen, betonte er. Im nördlichen Teil des Küstengebiets könnten dann in Zukunft israelische Siedlungskerne errichtet werden, die die Sicherheitszone dann auch schützen würde, sagte er weiter.
Damit widersprach der Politiker von der rechtskonservativen Regierungspartei Likud erneut Trumps Friedensplan, der einen stufenweisen Abzug der israelischen Truppen aus dem Küstenstreifen vorsieht. Nach Kritik nach ähnlichen Äußerungen am Dienstag war er zunächst zurückgerudert. Bei der Konferenz sagte er nun allerdings: "Ich lege nie den Rückwärtsgang ein."
In Trumps Plan heißt es, dass die israelische Armee sich schrittweise aus dem Gazastreifen zurückziehen und für die Stabilisierung künftig eine internationale Truppe zuständig sein soll. Zugestanden wird Israel dabei eine nicht näher definierte Sicherheitspräsenz entlang der Außengrenzen ("perimeter security presence"), die so lange bestehen bleiben könne, bis vom Gazastreifen keine Terrorbedrohung mehr ausgeht.
Zusammenfassung
- Israels Verteidigungsminister Israel Katz erklärte, dass Israel seine Truppen niemals vollständig aus dem Gazastreifen abziehen und dort eine beträchtliche Sicherheitszone einrichten wird.
- Katz widersprach damit dem US-Friedensplan von Präsident Donald Trump, der einen stufenweisen Rückzug der israelischen Armee und eine internationale Stabilisierungstruppe vorsieht.
- Im nördlichen Gazastreifen könnten laut Katz künftig israelische Siedlungen entstehen, die die neue Sicherheitszone schützen sollen.
