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Israel verärgert über Besetzung von Gaza-Gremium

Heute, 00:12 · Lesedauer 2 min

Israel ist wegen der Besetzung des "Gaza Executive Board" durch das Weiße Haus verärgert. Die Ankündigung bezüglich der Zusammensetzung dieses wichtigen internationalen Aufsichtsgremiums für den Gazastreifen sei "nicht mit Israel abgestimmt und widerspricht dessen Politik", heißt es in einer Stellungnahme des Büros von Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu.

Dieser habe Außenminister Gideon Saar angewiesen, sich in dieser Angelegenheit mit seinem US-Kollegen Marco Rubio in Verbindung zu setzen.

Netanyahu stößt sich offensichtlich daran, dass dem Gremium der türkische Außenminister Hakan Fidan und der ranghohe katarische Diplomat Ali Thawadi angehören. Die Türkei und Katar hatten Israels Krieg im Gazastreifen gegen die islamistische Palästinenserorganisation Hamas scharf kritisiert.

Technisch ist der Gaza-Exekutivrat sowie ein weiteres Exekutivkomitee dem "Friedensrat" unterstellt, der sich aus führenden Politikern aus aller Welt zusammensetzen und von US-Präsident Donald Trump geleitet werden wird. Die Exekutivgremien werden jedoch direkter mit der Aufsicht über die Nachkriegsverwaltung in Gaza befasst sein.

Der "Friedensrat" ist Teil der zweiten Phase von Trumps Friedensplan für Gaza, die ein dauerhaftes Kriegsende und die Entwaffnung der Terrororganisation Hamas vorsieht, was diese ablehnt. Das internationale Gremium soll die aus palästinensischen Technokraten bestehende neue Übergangsregierung des im Krieg weitgehend zerstörten Küstenstreifens beaufsichtigen. Mehrere Staats- und Regierungschefs wurden nach eigenen Angaben vom Freitag von Trump eingeladen, in diesem "Friedensrat" mitzuwirken. Eine Einladung erhielt demnach unter anderem auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan.

Zusammenfassung
  • Israel kritisiert die Besetzung des internationalen 'Gaza Executive Board' durch das Weiße Haus, da diese ohne Abstimmung mit der israelischen Regierung und entgegen deren Politik erfolgte.
  • Dem Gremium für die Aufsicht über den Gazastreifen gehören unter anderem der türkische Außenminister Hakan Fidan und der katarische Diplomat Ali Thawadi an, was auf Ablehnung in Israel stößt.