APA/dpa/Annette Riedl

Iran: USA stecken hinter Protesten

13. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Irans Präsident Ebrahim Raisi hat den USA eine "Politik der Destabilisierung" vorgeworfen.

"Nach dem Misserfolg bei Militarisierung und Sanktionen, greifen Washington und seine Verbündeten auf eine zum Scheitern verurteilte Politik der Destabilisierung zurück", sagte Raisi laut seinem Büro bei einem Treffen in Kasachstan am Donnerstag. Die Iraner hätten bereits "der Politik der Sanktionen und des maximalen Drucks" der USA eine "erniedrigende Niederlage" zugefügt.

Ausland schuld, nicht eigene Politik

Die Führung in Teheran macht das Ausland für die Protestwelle verantwortlich, die seit über drei Wochen das Land erschüttert. Die Proteste waren durch den Tod der jungen Kurdin Mahsa Amini ausgelöst worden. Die 22-Jährige war am 16. September in Teheran gestorben, nachdem sie dort drei Tage zuvor von der Sittenpolizei wegen des Vorwurfs festgenommen wurde, ihr Kopftuch nicht den Vorschriften entsprechend getragen zu haben.

Auch im Ausland gab es Solidaritätsdemonstrationen. Die USA und ihre westlichen Partner verhängten auch Sanktionen gegen die an der Niederschlagung der Proteste mit dutzenden Toten iranischen Beteiligten. Raisi sagte nun, der Iran hätte die "tyrannischen Mächte" mit seiner "inneren Stärke" in "Schrecken versetzt".

 Washington hat seit 2018 lähmende Sanktionen gegen den Iran erlassen. Unter US-Präsident Donald Trump hatten die USA auch einseitig das Atomabkommen mit dem Iran aus dem Jahr 2015 aufgekündigt. Vergangene Woche erließ Washington neue Sanktionen gegen Vertreter des Iran wegen ihrer Rolle bei der Unterdrückung der Demonstrationen.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam