Iran: Technische Gespräche mit UNO-Atomwächtern
Anfang Februar hatten beide Staaten nach militärischen Drohungen von US-Präsident Donald Trump im Golfstaat Oman einen neuen Dialog begonnen. In Genf vermittelt wieder der omanische Außenminister Badr al-Bussaidi. Die Schweiz wird von der iranischen Regierung wie auch einige Golfstaaten als neutraler Vermittler geschätzt.
Die Beziehungen zwischen der iranischen Regierung und der in Wien ansässigen IAEA hatten sich nach Israels Krieg gegen das Land im vergangenen Jahr deutlich verschlechtert. Die USA schlossen sich den Angriffen an und bombardierten zentrale Nuklearanlagen, darunter auch Urananreicherungsanlagen. Trump erklärte anschließend, die Anlagen seien vollständig "zerstört". Unklar blieb jedoch der Verbleib von rund 400 Kilogramm hoch angereichertem Uran.
Der Iran schränkte den Zugang der Atomwächter daraufhin ein. Erst im September 2025 einigte sich Teheran mit der IAEA auf die Wiederaufnahme von Kontrollen. In welchem Umfang diese erfolgen und ob sie derzeit stattfinden, ist unklar. Grossi geriet selbst ins Visier iranischer Hardliner. Eine ultrakonservative Zeitung bezichtigte ihn als israelischen Spion und forderte die Todesstrafe. Nach Ansicht einiger Regierungsvertreter hatte sich der IAEA-Chef nicht kritisch genug zur Bombardierung iranischer Atomanlagen geäußert.
Zusammenfassung
- Der Iran führt am Montag in Genf hochrangige technische Gespräche mit IAEA-Chef Rafael Grossi über das Nuklearprogramm, begleitet von Außenminister Abbas Araqchi und Atomexperten.
- Nach Angriffen der USA und Israels auf iranische Nuklearanlagen und dem unklaren Verbleib von rund 400 Kilogramm hoch angereichertem Uran hatte der Iran den Zugang für die IAEA eingeschränkt.
- Im September 2025 wurde eine Vereinbarung zur Wiederaufnahme der IAEA-Kontrollen getroffen, deren Umfang weiterhin unklar ist.
