Willi zur Krise: "ÖVP soll sich an ihre christlichen Wurzeln erinnern"

12. Apr 2020 · Lesedauer 2 min

Im Interview mit PULS 24 sagt der Innsbrucker Bürgermeister Georg Willi Vizekanzler Kogler seine Unterstützung im Bezug auf die Erbschaftssteuer zu.

Erst vor wenigen Tagen forderte Vizekanzler Werner Kogler in einem Interview mit der Tiroler Tageszeitung zur "gerechten Krisenfinanzierung" eine Erbschafts- und Schenkungssteuer. Darauf im Interview mit PULS 24 angesprochen, gab der Innsbrucker Bürgermeister Georg Willi seinem Parteikollegen Rückendeckung.

"Ich unterstütze diese Position", denn "alle müssen zusammenhalten". Wenn es um die "Finanzierung der Kosten dieser Krise geht, dann geht’s auch um Solidarität" und Menschen, "die mehr Geld haben, sollen einen größeren Beitrag leisten, als solche, die nichts oder nur wenig haben", so Willi.

Die ÖVP hatte bereits am Dienstagabend auf das Interview von Kogler reagiert. "Für das wirtschaftliche Comeback Österreichs nach der Krise benötigt es einen noch nie da gewesenen nationalen Kraftakt und nicht irgendeine Einzelmaßnahme", hieß es.

Dies kommentiert Willi mit: "Ich lade die ÖVP ein, sich an ihre Wurzeln zu erinnern. Ihre Wurzeln sind christlich-sozial, da ist der Grundsatz zur Solidarität zutiefst verankert." Willi kenne viele in der ÖVP, die das für richtig halten. "Bis das ganz oben angekommen ist, dauert es noch ein bisschen, aber Überzeugungsarbeit ist immer notwendig", sagt Willi. Er glaubt, es werde der Punkt kommen, an dem das breiter akzeptiert werde. Die Kosten dieser Krise müsse man breit in der Gesellschaft aufteilen "und da sind die, die mehr Geld haben eingeladen und gefordert, mehr zu tun".

Hinweis: Die hier zitierte Passage ist ab Minute 5:30 nachsehbar.

Quelle: Redaktion / moe