APA - Austria Presse Agentur

Impfnachweise im "Grünen Pass" freigeschaltet, Seite aber kaum erreichbar

19. Juni 2021 · Lesedauer 2 min

Das Gesundheitsministerium plante für kommende Woche die nächste Ausbaustufe für den "Grünen Pass", ging aber bereits am Sonntag damit online - Verzögerungen und Ausfälle inklusive.

Über gesundheit.gv.at sollten seit Sonntagfrüh Zertifikate über Corona-Tests, die Genesung von einer Covid-19-Infektion und seit neuestem auch Impfnachweise mit EU-konformen QR-Codes erstellt und abgerufen werden können. Das System kämpft allerdings noch mit Problemen. 

Seite down

Erste Impfzertifikate seien bereits am Samstag erstellt worden, erklärte eine Sprecherin von Minister Wolfgang Mückstein (Grüne). Laut "Presse" sind 6,8 Millionen Impfzertifikate seit Sonntagfrüh abrufbar. Allerdings läuft noch nicht alles reibungslos, denn beim Anmelde-Versuch am Sonntag kurz vor 13 Uhr war die Seite "wegen Wartungsarbeiten oder Kapazitätsproblemen" down - kein Einzelfall, wie wiederholte Versuchte bewiesen. Wegen der vielen Zugriffe auf die Plattform komme es teilweise zu Verzögerungen, betonte eine Sprecherin des Ressorts gegenüber der APA.

Die für die Umstellung des Systems notwendigen Wartungsarbeiten sorgten auch schon am Freitag einige Stunden für Ausfälle.  Im Büro von Minister Mückstein warb man um Verständnis, dass bei so komplexen IT-Projekten zeitweise Einschränkungen auftreten könnten.

Ausdruck per Post für Vollimmunisierte 

Wer die Genesungs- und Testzertifikate im EU-Standard und die EU-konformen Impfzertifikate herunterladen will, braucht dafür eine Handysignatur oder Bürgerkarte. Als Zusatzservice sollen laut Ministerium all jene, die bis Ende Juni vollimunisiert sind, per Post einen Ausdruck des Impfnachweises erhalten. Im Lauf der kommenden Woche soll es außerdem möglich sein, den Impfnachweis auch in Apotheken oder Hausarztpraxen auszudrucken.

Quelle: Agenturen