Impflotterie-Milliarde: Wer soll das Geld bekommen?

14. Feb. 2022 · Lesedauer 2 min

Die Impflotterie ist Geschichte, die dafür vorgesehene Milliarde Euro könnte laut Regierung Menschen zukommen, die in der Pandemie viel geleistet haben. Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) ist hingegen dafür, dass das Geld wie vorgesehen für Impfanreize ausgegeben wird.

Die Impflotterie ist abgesagt, nachdem der ORF sich weigerte, die Durchführung zu übernehmen. Umgehend kam es deshalb zu einem Streit mit der SPÖ, denn Nehammer sagte in der "Krone", dass sie ein Wunsch der Sozialdemokratie gewesen sei und sich diese auch den ORF als Abwickler gewünscht hätte. Die SPÖ wiederum gab an, sie hätten vorgeschlagen, die Lotterie von ELGA und Apotheken abwickeln zu lassen. 

Für die Aktion war rund eine Milliarde Euro veranschlagt worden, die an Gewinner in Gutschein-Form hätte ausgeschüttet werden sollen. 

Ärzte, Pfleger, Soldaten, Polizisten

Bundeskanzler Nehammer will das Geld an verschiedene Berufsgruppen verteilen. Einen Bonus sollen Gesundheits-und Pflegepersonal, aber auch Bundesheersoldaten und Polizisten bekommen. Er sei diesbezüglich in Gesprächen mit den Grünen. 

Am Mittwoch finden Beratungen zwischen der Bundesregierung und den Ländern zur Corona statt. Da wird die Impflotterie sicher auch Thema sein.

Kaiser für Impfanreize statt Bonus

Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) sprach sich in der ORF-Sendung "Im Zentrum" Sonntagabend dagegen aus, die für die Impflotterie gedachte Milliarde Euro an bestimmte Gruppen zu verteilen. Er ist dafür, dass man dieses Geld trotz abgesagter Lotterie dafür einsetzt, Impfanreize zu setzen. Es sei schließlich die ursprüngliche Idee gewesen, die Impfquote zu heben.

Auch der SPÖ-Parlamentsklub sprach am Sonntag davon, bereits im Herbst 2021 vorgeschlagen zu haben, Impfprämien für alle Geimpften umzusetzen. Daraus sei dann nach Absprache mit der Regierung die nun gestrichene Impflotterie geworden. 

Marianne LamplQuelle: Agenturen / Redaktion / lam