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Umstrittene Razzien

ICE-Beamte werden aus Minnesota abgezogen

Heute, 15:07 · Lesedauer 1 min

Die umstrittenen Razzien von Bundesbehörden gegen Migranten im US-Bundesstaat Minnesota sollen nach den Worten des Grenzschutz-Kommandanten Tom Homan eingestellt werden.

"Angesichts der Erfolge" habe US-Präsident Donald Trump seinem Vorschlag zugestimmt, die Einsätze zu beenden, sagte Homan auf einer Pressekonferenz. 

Massive Gewalt, zwei US-Bürger getötet

Im Rahmen der "Operation Surge" hatte Trump rund 3.000 bewaffnete ICE-Beamte in den demokratisch regierten Staat entsandt. Bereits in der Vorwoche hatte Homan den Abzug von 700 Beamten angekündigt. Nun ergänzte er, dass die restlichen in der nächsten Woche folgen wolle.

Die Razzien waren auf entschiedenen Widerstand des demokratischen Gouverneurs Tim Walz und weiterer Führungspersönlichkeiten des Staates gestoßen. In der Metropole Minneapolis waren tausende Menschen für Protestkundgebungen auf die Straßen gegangen. Die Beamten führten ihre Razzien vermummt und bewaffnet unter Einsatz massiver Gewalt aus.

Bei Protesten gegen die Einsätze wurden in der Metropole zwei US-Bürger getötet: Der 37-Jährige Krankenpfleger Alex Pretti war am vergangenen Wochenende am Rande einer Abschiebe-Razzia in Minneapolis erschossen worden. Zuvor war am 7. Januar die unbewaffnete Autofahrerin Renee Good erschossen worden.

Video: Tödliche Schüsse durch US-Beamte

Zusammenfassung
  • Die US-Regierung beendet die umstrittenen Razzien gegen Migranten in Minnesota und zieht alle rund 3.000 im Rahmen der "Operation Surge" entsandten ICE-Beamten ab.
  • Die Einsätze stießen auf massiven Widerstand des demokratischen Gouverneurs Tim Walz und führten zu Protesten von tausenden Menschen in Minneapolis.
  • Bei den von bewaffneten und vermummten ICE-Beamten durchgeführten Razzien wurden zwei US-Bürger erschossen, darunter der 37-jährige Krankenpfleger Alex Pretti und die unbewaffnete Autofahrerin Renee Good.