APA - Austria Presse Agentur

Ibiza-U-Ausschuss geht weiter: Novomatic und Casinos Austria  

09. Juni 2020 · Lesedauer 2 min

Die Befragungen im Ibiza-U-Ausschuss gehen weiter. Am Dienstag steht die Casinos-Affäre im Vordergrund.

Am Dienstag und Mittwoch werden die Befragungen im Ibiza-U-Ausschuss fortgesetzt. "Die Novomatic zahlt alle" hat Ex-FPÖ-Chef und -Vizekanzler Heinz Christian Strache im berühmt-berüchtigten Ibiza-Video gesagt.

Am Dienstag sind Harald Neumann, ehemaliger Vorstandsvorsitzende der Novomatic, Matthias Purkart, Oberstaatsanwalt in der WKStA und Alexander Merwald, Geschäftsführer Novo Equity GmbH geladen.

Zentral werden die Vorwürfe der Bestechung, Untreue und der vermeintliche Postenschacher rund um die Bestellung von Peter Sidlo als Casinos Aufsichtsrat sein. Indes hat die Staatsanwaltschaft den Verdacht der Käuflichkeit erhärtet, ging aus einem Bericht der "Kronen Zeitung" hervor.

Merwald, Manager der Novomatic-Schwesterfirma, soll ebenso wie Neumann Auskunft über jene Vorgänge geben, die im Herbst 2019 als Causa Casinos aufgeflogen sind und zu Hausdurchsuchungen bei Regierungsmitgliedern der ehemaligen türkis-blauen Koalition geführt haben.

In der Casinos-Personalaffäre geht die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) dem Verdacht nach, ob es um die Bestellung des Wiener FPÖ-Bezirksrats Peter Sidlo zum Finanzvorstand der Casinos Austria Absprachen zwischen der ÖVP-FPÖ-Regierung und dem damaligen Casinos-Miteigentümer Novomatic gab.

Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache hatte im Ibiza-Video gesagt: "Die Novomatic zahlt alle". Am Donnerstag rechtfertigte sich Strache im  U-Ausschuss: "Es war mit Sicherheit kein philosophischer Abend." Er habe über "Gerüchte gesprochen, die offensichtlich nicht stimmen".

 

 

Quelle: Agenturen / Redaktion / spe