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Hegseth: Ziel von Iran-Einsatz ist nicht Machtwechsel

Heute, 14:28 · Lesedauer 3 min

Der andauernde Militäreinsatz gegen den Iran soll US-Verteidigungsminister Pete Hegseth zufolge nicht zu einem Machtwechsel in Teheran führen. "Dies ist kein sogenannter "Regimewechselkrieg", aber das Regime hat sich tatsächlich geändert, und die Welt ist dadurch besser dran", sagte er bei einer Pressekonferenz. Er behauptete, dass die USA nicht den Krieg begonnen hätten – "aber unter Präsident (Donald) Trump beenden wir ihn."

Am Samstag hatten Israel und die USA begonnen, den Iran anzugreifen. Das israelische Militär tötete dabei Irans Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Khamenei. Teheran reagiert mit Angriffen auf Israel sowie auf US-Militärstützpunkte in der Golfregion.

Hegseth bekräftigte in der gemeinsamen Pressekonferenz mit US-Generalstabschef Dan Caine das Ziel eines zeitlich begrenzten Krieges. "Dies ist nicht der Irak. Dies ist kein endloser Krieg", sagte er in Washington. Die USA haben Hegseth zufolge ihre Lehren aus der Vergangenheit gezogen und gehen mit einem klaren Fokus in den Krieg: "Die Raketenbedrohung zerstören, die Marine zerstören, keine Atomwaffen."

Hegseth verneinte die Frage, ob derzeit US-Bodentruppen im Einsatz seien, er schloss eine solche Entsendung aber nicht grundsätzlich aus. US-Präsident Donald Trump sorge dafür, "dass unsere Feinde verstehen, dass wir so weit gehen, wie wir es müssen", sagte der Pentagonchef. "Man muss dort nicht 200.000 Leute hinschicken und 20 Jahre bleiben", betonte Hegseth unter Anspielung auf den Afghanistan-Krieg. Die USA könnten militärische Ziele erreichen, "ohne sich dabei töricht zu verhalten".

Kritik an "traditionellen" US-Verbündeten

Hegseth übte scharfe Kritik an den früheren Partnern der Vereinigten Staaten, ohne allerdings konkrete Länder zu nennen. Mit Blick auf Israel sagte er in Washington: "Fähige Partner, wie wir von Anfang an gesagt haben, fähige Partner sind gute Partner." Im Gegensatz dazu stehen ihm zufolge die "traditionellen Verbündeten", die sich empört geben und "beim Einsatz von Gewalt nur zögern und zaudern."

US-Generalstabschef Caine: Einsatz wird einige Zeit dauern

Der andauernde Militäreinsatz gegen den Iran wird sich nach Angaben des US-Generalstabschefs Dan Caine noch in die Länge ziehen. "Das ist kein Einsatz, der nach einer Nacht abgeschlossen ist", sagte er bei der Pressekonferenz. Es werde einige Zeit in Anspruch nehmen, um alle militärischen Ziele zu erreichen.

Am Vortag hatte US-Präsident Donald Trump vermutet, dass der Krieg mit dem Iran noch vier Wochen dauern könnte. Von Anfang an sei man davon ausgegangen, dass es etwa vier Wochen gehen würde, sagte Trump laut "Daily Mail" in einem Telefoninterview. Der Iran sei ein großes Land. "Es wird vier Wochen dauern - oder weniger."

Caine rechnet mit weiteren toten US-Soldaten

Die USA haben laut Caine den iranischen Luftraum unter ihre Kontrolle gebracht. "Diese Luftherrschaft wird nicht nur den Schutz unserer Kräfte verbessern, sondern es ihnen auch ermöglichen, die Operationen über dem Iran fortzusetzen", sagte Caine am Montag in einer Pressekonferenz mit Pentagonchef Pete Hegseth.

Caine warnte bei der Pressekonferenz zudem davor, dass er mit weiteren Verlusten rechne. Kurz zuvor hatte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) bekanntgegeben, dass mittlerweile vier US-Soldaten bei dem Einsatz getötet worden seien.

Zusammenfassung
  • Israel und die USA haben am Samstag Angriffe auf den Iran gestartet und dabei das iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Khamenei getötet.
  • US-Verteidigungsminister Pete Hegseth betont, dass es sich nicht um einen Regimewechselkrieg handelt und der Militäreinsatz zeitlich begrenzt ist, wobei die Zerstörung der Raketenbedrohung, der Marine und keine Atomwaffen die Hauptziele sind.
  • US-Generalstabschef Dan Caine rechnet mit einem längeren Einsatz und weiteren toten US-Soldaten, bisher wurden vier US-Soldaten getötet und die USA kontrollieren nach eigenen Angaben den iranischen Luftraum.