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Häftlinge bekommen 2026 mehr Geld

Heute, 08:56 · Lesedauer 1 min

Häftlinge bekommen für ihre Tätigkeiten in den Gefängnissen mehr Geld. Aufgrund der gesetzlichen Anpassung steigt der ausbezahlte Stundenlohn 2026 im Durchschnitt um neun Cent auf 2,09 Euro. Im Justizministerium arbeitet man derzeit an einer Neuregelung, wodurch sich die Anpassung nicht mehr nur am Tariflohnindex der Statistik Austria, sondern auch an den durchschnittlichen Lohn- und Gehaltsabschlüssen orientieren soll. Beschlossen werden soll diese im ersten Halbjahr.

Wer in Österreich einsitzt, ist zur Arbeit verpflichtet - sofern arbeitsfähig. Zwischen Jänner und November des Vorjahres waren 5.083 Insassen und Insassinnen von der Arbeitsverpflichtung betroffen, teilte das Ministerium der APA mit. Dafür bekommen Häftlinge mit Jahresanfang 8,15 Euro (+36 Cent) für leichte Hilfsarbeiten, 9,17 Euro (+40 Cent) für schwere Hilfsarbeiten, 10,19 Euro (+45 Cent) für handwerksgemäße Arbeit und 11,20 Euro (+50 Cent) für Facharbeiten. Für die Arbeiten eines Vorarbeiters bekommt man seit erstem Jänner 12,22 Euro und damit um 54 Cent mehr als im Vorjahr. Ca. 75 Prozent der Vergütung werden allerdings als Beitrag zu den Vollzugskosten der jeweiligen Justizanstalt sowie als Arbeitslosenversicherungsbeitrag einbehalten. Für den Bund ergeben sich dadurch im Jahr 2026 Mehrkosten in der Höhe von rund 699.000 Euro.

Zusammenfassung
  • Häftlinge in Österreich erhalten ab 2026 im Durchschnitt neun Cent mehr pro Stunde und verdienen dann 2,09 Euro für ihre Arbeit in Gefängnissen.
  • Die Vergütungen für verschiedene Tätigkeiten steigen, etwa auf 8,15 Euro für leichte Hilfsarbeiten und 12,22 Euro für Vorarbeiter, wobei rund 75 Prozent des Lohns für Haftkosten und Versicherungen einbehalten werden.
  • Für den Bund entstehen durch die Lohnerhöhungen im Jahr 2026 Mehrkosten von rund 699.000 Euro.