APA - Austria Presse Agentur

Anschober präsentiert Impfplan für zweites Quartal

27. März 2021 · Lesedauer 3 min

Am Samstag präsentierte Gesundheitsminister Rudolf Anschober in einer Aussendung den Corona-Impfplan für das zweite Quartal. Bis Ende Juni sollen demnach zwei Drittel der Bevölkerung zumindest die erste Impfung erhalten haben. Die Liefermenge soll im Vergleich zum ersten Quartal verdreifacht werden und bis Ende Mai sollen alle über 55-jährigen durchgeimpft sein.

Das Gesundheitsministerium präsentierte am Samstag den Impfplan für das zweite Quartal. Dabei soll laut dem Ministerium Österreich bei der Impfgeschwindigkeit zunehmen. Aktuell werden am Tag durchschnittlich 33.446 Impfungen durchgeführt. "Die Gesamtzahl der durchgeführten Impfungen ist damit auf 1,5 Millionen gestiegen und bereits 1,1 Millionen Menschen haben mittlerweile zumindest eine erste Impfung erhalten", heißt es in der Aussendung. Das entspreche 14,5 Prozent der impfbaren Bevölkerung. Damit habe man das angestrebte und auch von der EU ausgerufene Ziel von 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung, zu 21 Prozent bereits erfüllt.

Erweiterter Zeitabstand zwischen den Impfdosen

Um die Impfgeschwindigkeit zu erhöhen, wolle man nun den Zeitabstand zwischen erster und zweiter Impfung bei den Impfstoffen von BioNTech und Moderna erweitern. So soll die zweite Dosis erst nach sechs Wochen verimpft werden, anstelle von drei Wochen bei BioNTech und vier Wochen bei Moderna. Die würde die Zahl der Erstimmunisierungen erhöhen, heißt es in der Aussendung.

6,9 Millionen Impfdosen erwartet

Zudem soll die Liefermenge laut dem Gesundheitsministerium im Vergleich zum ersten Quartal, im zweiten verdreifacht werden. In den nächsten Monaten werden daher rund 6,9 Millionen Impfdosen erwartet. Bisher seien 1,7 Millionen Impfdosen bereist geliefert und verimpft oder für Impfaktionen in den nächsten Tagen vorbereitet worden. Dabei sollen laut der Ausschreibung bisher 1,1 Millionen Impfdosen von BioNTEch geliefert worden sein. Weitere 408.000 Impfdosen sollen von AstraZeneca gekommen sein und 196.000 von Moderna.

Impfplan nach Altersgruppe

"Damit sind unsere nächsten Impfziele klar erreichbar", wird Anschober in der Aussendung zitiert. Zudem verspricht das Gesundheitsministerium einen Fahrplan, wann welche Altersgruppe geimpft wird:

  • Bis Ende April: Durchimpfung aller Menschen über 65 Jahren.
  • Bis Ende Mai: Durchimpfung aller Menschen über 55 Jahren.
  • Bis Ende Juni bzw. Anfang Juli: Zwei Drittel der Bevölkerung sollen zumindest die erste Impfung bekommen haben.

Wien impft Personen ab 75 Jahren und Hochrisikopatienten

In Wien wurde unterdessen am Samstag Personen ab 75 Jahren zur Terminbuchung für eine Corona-Impfung aufgerufen. Beim Impfservice vorgemerkte Bewohner erhielten einen Newsletter und eine SMS-Info, dass sie sich ab sofort für eine Immunisierung anmelden können. Außerdem wurden alle zuvor selbst registrierten Hochrisikopatienten zwischen 60 und 74 Jahren informiert, dass sie ab kommendem Mittwoch einen Impftermin buchen können. Insgesamt 77.500 Termine stehen ab April zur Verfügung. 57.500 Dosen Impfstoff wurden für die Personengruppe ab 75 Jahren (Jahrgang 1946 und älter) bereitgestellt, hieß es aus dem Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) gegenüber der "APA".

Bisher 100.000 Einzeldosen in Kärnten verabreicht

In Kärnten ist am Samstag der 100.000. Impfstich in Zusammenhang mit Corona verabreicht worden. Damit sei man dem Impfplan, der bis zur zwölften Kalenderwoche 40.000 Einzelimpfungen vorgesehen habe, voraus: "Wir konnten deutlich mehr immunisieren und haben unsere eigenen Prognosen übertroffen", erklärte Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SPÖ) bei einer Online-Pressekonferenz am Samstag. Mit diesen Zahlen liege Kärnten österreichweit "im Spitzenfeld", betonte Prettner.

In den Heimen seien derzeit 80 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner geimpft, vom Personal haben sich bisher 70 Prozent immunisieren lassen. In 14 Tagen sollte dieser Bereich laut Prettner abgeschlossen sein. 30.000 Personen im Bundesland hätten bereits die zweite Impfung erhalten, somit seien sechs Prozent der Bevölkerung vollständig, 13 Prozent zumindest teilimmunisiert.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea