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Gespräche über Sonderzüge mit Pflegekräften aus Rumänien

Apr 27, 2020 · Lesedauer 2 min

Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) hat am Montag mit dem rumänischen Transportminister Lucian Bode telefoniert, um die Verwirrung rund um geplante Sonderzüge mit Pflegerinnen und Pflegern aus Rumänien aufzulösen. Man habe vereinbart, "so schnell wie möglich die operativen und rechtlichen Rahmenbedingungen" für den Korridorzug festzulegen, hieß es danach.

Edtstadler verwies auf die Klarstellung des rumänischen Innenministeriums, wonach Betreuerinnen nach Österreich reisen dürfen. Im Hinblick darauf, sei man sich bei dem Telefonat "einig" gewesen, dass dafür alle rechtlichen und gesundheitlichen Vorschriften eingehalten werden müssen, betonte Edtstadler in einer Stellungnahme gegenüber der APA: "Beide Länder arbeiten unter Hochdruck an der Umsetzung dieses Projekts."

Für die operative Umsetzung sind dann Wirtschaftskammer und ÖBB zuständig. Letztere führen dafür Gespräche mit der rumänischen Eisenbahn, deren Personentransportsparte am Montag für Irritation sorgte. Gegenüber der Nachrichtenagentur Mediafax dementierte diese, bereits seit zwei Wochen mit der österreichischen Seite wegen eines derartigen Transports in Verhandlungen zu stehen.

Die ÖBB wiederum hielten fest, dass man "seit mehreren Wochen" in Kontakt mit den ungarischen und rumänischen Partnern sei. Den ÖBB würden "konkrete Angebote von der ungarischen und rumänischen Bahn" für derartige Sonderzüge vorliegen. Aus rein betrieblicher Sicht gebe es keine Einschränkungen für einen Transport ab 2. Mai, so die ÖBB. Es liege aber an den politischen Rahmenbedingungen, ob ein Transport bzw. vielmehr die Ausreise des Pflegepersonals möglich sei. Daran wird laut Edtstadler jetzt unter "Hochdruck" gearbeitet.

Bode hatte vor dem Gespräch erklärt, es gelte vor allem zu eruieren, "um wie viele Pfleger/innen es sich handelt". Seinen Informationen zufolge benötige Österreich "um die 33.000 Pflegekräfte, davon etwa die Hälfte aus Rumänien". Genauere Angaben hierzu seien jedoch Voraussetzung - man müsse wissen, "woher diese Menschen kommen und wie bzw. auf welchem Weg sie nach Temeswar reisen sollen". Zudem gelte es festzulegen, "wer diesen Transport durchführen soll" - ob die rumänische Eisenbahn CFR oder die ÖBB.

Quelle: Agenturen