Zeiler glaubt nicht, "dass Doskozil Sozialdemokrat ist"

07. Dez. 2022 · Lesedauer 2 min

Medienmanager Gerhard Zeiler, selbst einmal als SPÖ-Chef im Gespräch, steht voll hinter Parteichefin Pamela Rendi-Wagner. Würde Hans Peter Doskozil Parteichef oder Kanzlerkandidat werden, würde Zeiler die Partei verlassen. Doskozil bewege sich immer mehr in Richtung FPÖ.

Medienmanager Gerhard Zeiler war schon zu Christian Kerns Zeiten als SPÖ-Chef im Gespräch und ist es teils heute noch. Im Interview bei "Milborn" stellt er klar, dass er kein Interesse an einer Debatte über die SPÖ-Führung und eine sehr klare Meinung über den Richtungsstreit zwischen Parteichefin Pamela Rendi-Wagner und Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil hat.

Doskozil "wo eigentlich die FPÖ zu Hause ist"

"Es gibt wenige Szenarien, wo ich mir vorstellen kann, nicht mehr Mitglied der SPÖ zu sein", stellt Zeiler klar, "aber eine Kanzlerkandidatur oder eine Parteiführung von Doskozil wäre so ein Fall." Auf die Frage nach den Gründen dafür, antwortet Zeiler: "Weil ich nicht glaube, dass er Sozialdemokrat ist" und weil er glaube, dass Doskozil "auch politisch und von seinen Ansichten sich hinbewegt, wo eigentlich die FPÖ zu Hause ist. Und dort würde ich nicht mitmachen."

Pamela Rendi-Wagner hingegen hält der Medienmanager für "eine unheimlich gescheite Frau", die jedes Recht habe, von der Partei unterstützt zu werden. "Ich glaube auch, dass sie eine gute Bundeskanzlerin wäre." Es wäre auch wichtig, dass man das innerhalb der Partei anerkennt. Man könne sie nicht zur Parteivorsitzenden wählen und ihr dann die Chance nehmen, auch zu entscheiden, ob sie als Spitzenkandidatin der SPÖ bei der nächsten Wahl antreten will.

Klare Haltung zu Migration

"Ich glaube, dass die SPÖ gut beraten ist, eine ganz klare Haltung zur Migration zu haben. Die SPÖ war nie eine Partei, die sagt, 'wir müssen jetzt die Grenzen aufmachen, jeder der kann, soll zu uns kommen'." Das wäre auch "absolut das Falsche" und Zeiler erwarte sich auch eine klare Haltung zur Asylfrage von der Parteichefin. Er ist davon überzeugt, dass ihre Haltung "um eine Nuance anders" sei als die von Doskozil.

"Die Pamela Rendi-Wagner ist die Parteivorsitzende, sie wird die nächste Spitzenkandidatin sein und das ist ok und gut so", stellte der Ex-ORF-Generalintendant klar. 

Das ganze Interview mit Corinna Milborn, Gerhard Zeiler und Ex-ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz sehen Sie heute, 7.12., um 22 Uhr auf PULS 24 und auf "Zappn". 

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam