Mangott: Putin wird vorgeworfen, zu "zögerlich und zaghaft" zu sein

11. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Gerhard Mangott, Politikwissenschaftler der Universität Innsbruck, sagt im Newsroom LIVE, dass der russische Präsident Wladimir Putin unter Handlungsdruck stehe. Mangott meint, dass es in den nächsten Wochen und Monaten zu weiteren Beschuss kommen werde.

Der russische Geheimdienst und ultranationalistische Ideologen, sogenannte Falken, werfen Putin vor bei diesem Angriffskrieg zu "zögerlich und zaghaft" zu sein. Für den Politikwissenschaftler ist das ein Grund, warum der russische Machthaber die Ukraine derzeit mit Raketenangriffen überschüttet.

Putin werde gesagt, dass seine Kriegführung brutaler werden müsse, damit die Ukraine wieder Angst vor Russland bekomme. Dementsprechend stehe Putin derzeit unter Handlungsdruck, so Mangott. Laut dem Politikwissenschaftler sei mit weiteren Angriffen sei zu rechnen.

Putin will ukrainische Volk terrorisieren

Als zweiten Grund sieht Mangott, dass Putin das ukrainische Volk terrorisieren möchte. Es sollen sehen, dass trotz der Erfolge der Ukraine an der Front, Russland immer noch in der Lage sei jederzeit eine Bombe auf ukrainische Gebiete abzuwerfen. Zudem dränge Putins neuer General, Sergej Surowikin aka "General Armageddon", den Präsident mit dem Krieg "ernst zu machen". 

Raketenmangel?

Meldungen, dass Russland womöglich die Raketen ausgehen, hält Mangott für "optimistisch", denkt aber nicht, dass das der Fall sei. Westliche Sanktionen, unter anderem auf die russische Rüstungsindustrie, "halten Russland nicht davon ab" weitere "Raketen und Präzisionswaffen" zu bauen und "im Krieg einzusetzen", so der Politikwissenschaftler.

Astrid PozarekQuelle: Redaktion / poz