Karner: Deutsche Waffen könnten Ukraine "Gegenangriffe" ermöglichen

26. Apr. 2022 · Lesedauer 2 min

Militärexperte Gerald Karner spricht im PULS 24 Interview über Waffenlieferungen aus dem Westen und die "Warnung" Russlands vor dem dritten Weltkrieg.

Die Ukraine meldet vermehrt Angriffe auf Bahnstrecken und Bahnhöfe - diese seien von "existenzieller Bedeutung" für die Ukraine, sagt Militärexperte Gerald Karner. Über diese Strecken würde die Versorgung im Osten abgedeckt und die Waffenlieferungen aus dem Westen durchgeführt. Die Ukraine sei bemüht, diese Strecken so schnell wie möglich wieder herzurichten.

Russland verfolge derzeit zudem das Ziel, ukrainische Truppen in der Ostukraine einzukesseln. Das werde durch Artilleriebeschuss und Luftangriffe vorbereitet. Russland wolle die Front dann durchbrechen und Richtung Kramatorsk vordringen. 

Dennoch müsse sich Russlands Machthaber Wladimir Putin, wenn er am 9. Mai einen Sieg verkünden will, "seine eigene Wahrheit schaffen". In der Ostukraine habe er zwar Erfolge erzielt - es gebe de facto eine Landbrücke zwischen den selbsternannten "Volksrepubliken" Donezk und Luhansk und der Krim. Auch Cherson sei in russischer Hand. Bei Odessa aber gebe es sogar ukrainische Gegenangriffe.

Dritter Weltkrieg "unwahrscheinlich"

Dass der dritte Weltkrieg, von dem Russlands Außenminister Sergej Lawrow spricht, eintrete, hält Karner für "unwahrscheinlich". Die russischen Bodenkräfte seien eingedeckt. Alle Seiten würde zudem davor zurückschrecken, Nuklearwaffen einzusetzen. Russische Angriffe auf andere Länder seien, wenn, dann nur aus der Luft möglich. 

Wenn die Ukraine nun mehr Waffen aus dem Westen - auch Deutschland will nun Panzer liefern - können noch mehr Gegenoffensiven möglich werden, so Karner.

Quelle: Redaktion / koa