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Georgias Gouverneur aktiviert US-Nationalgarde

07. Juli 2020 · Lesedauer 2 min

Nach einem Wochenende mit zahlreichen Gewalttaten und einer erschossenen Achtjährigen in Atlanta hat der Gouverneur des US-Staats Georgia die Nationalgarde aktiviert. Gouverneur Brian Kemp habe den Einsatz von 1.000 Soldaten autorisiert, teilte sein Büro mit. Damit solle die Polizei in die Lage versetzt werden, ihre Patrouillen zu verstärken. Kemp verhängte zugleich den Notstand in Georgia.

Am vergangenen langen Feiertags-Wochenende wurden mehr als 30 Menschen in Georgia durch Schüsse verwundet. Fünf Menschen kamen demnach ums Leben, u.a. ein achtjähriges Mädchen.

In den USA kommt es seit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz Ende Mai in Minneapolis immer wieder zu Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt. In Atlanta und andernorts waren die Proteste zeitweise in Gewalt ausgeartet. Kemp kritisierte, seit Wochen nehme die Gewalt in Atlanta zu. Friedliche Demonstrationen seien von Kriminellen gekapert worden. "Diese Gesetzlosigkeit muss beendet und Ordnung in unserer Hauptstadt (Atlanta) wiederhergestellt werden."

Der Sender CNN berichtete, landesweit seien am vergangenen Wochenende - an dem in den USA der Unabhängigkeitstag begangen wurde - insgesamt sechs Kinder durch Schüsse getötet worden: Die Achtjährige in Atlanta, ein gleichaltriges Mädchen in Hoover (Alabama), ein Elfjähriger in der Hauptstadt Washington, eine Siebenjährige sowie ein 14-Jähriger in Chicago und ein Sechsjähriger in San Francisco.

Quelle: Agenturen