Kogler: 3-G am Arbeitsplatz sehr wahrscheinlich

29. Sept 2021 · Lesedauer 2 min

Am Mittwoch beriet die Regierung im Ministerrat unter anderem über mögliche Verschärfungen der Corona-Maßnahmen. Eine 3-G-Regel am Arbeitsplatz zeichnet sich ab, laut Vizekanzler Kogler komme sie "mit hoher Wahrscheinlichkeit".

Die Einführung der 3-G-Regel (getestet, geimpft, genesen) am Arbeitsplatz dürfte bevorstehen. Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) hat nach dem Ministerrat am Dienstag im "Ö1 Mittagsjournal" von einer "hohen Wahrscheinlichkeit" gesprochen. Noch müssten mit den Sozialpartnern abgestimmt werden, die Verhandlungen seien aber schon am Laufen. Es brauche "natürlich die Sicherheiten für die Fragen, die damit verbunden sind", so Kogler auf Ö1.

Mit Stand Dienstag sind in Österreich 240 Personen auf Intensivstationen in Behandlung. Die Zahlen stiegen zuletzt langsam aber konstant an. Laut dem vorgelegten Stufenplan der Regierung gibt es die nächsten bundesweiten Verschärfungen bei einer Auslastung von 300 belegten Intensivbetten. Hier gäbe es also noch Spielraum.

Philipp Brokes, Jurist bei der Arbeiterkammer, spricht im Interview mit PULS 24 über eine 3-G-Regel am Arbeitsplatz.

Verschärfungen nach geschlagener OÖ-Wahl?

Allerdings sind auch die Landtagswahlen in Oberösterreich nunmehr geschlagen. Politikbeobachter nannten in den vergangenen Wochen die anstehende OÖ-Wahl als Grund für die laut Gesundheitsexperten zu zögerlichen aktuellen Corona-Maßnahmen. Die Regierung habe vor einer so wichtigen Wahl nicht den Unmut der Bevölkerung mit strengen Maßnahmen auf sich ziehen wollen, so die Vermutung.

In Oberösterreich konnte die regierende ÖVP ihren ersten Platz mit deutlichem Vorsprung verteidigen. Zuwächse verbuchte die Volkspartei von Landeshauptmann Thomas Stelzer allerdings kaum. Dafür schaffte es die Impfgegner-Liste MFG aus dem Stand in den oberösterreichischen Landtag.

Stephan HoferQuelle: Redaktion / hos